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1 (1860)
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zogen und mit losen Buchenspälmen erfüllt, die mit starkem Essiggetränkt sind und deren einzelne Oberflächen eine ungeheure Ge-sammtoberfläche darstellen, die in dem relativ geringen Hohlraum desFasses entfaltet ist. Auf die Oberfläche dieses Fasses fliesst im dün-nen Strahle das Essiggut, der verdünnte Branntwein, der sogenannteLutter der Brennereien auf, der Behufs gleichförmiger Vertheilungaus einem rotirenden Ausflussrohre abrinnt, das in den englischenFabriken nach dem einfachen Prinzipe des Segner'schen Rades derPhysik konstruirt ist, und somit durch die gleichsinnige Richtung derAusflusslöcher an der einen Wandseite der hohlen Speichen, die voneinem zylinderischen Axenreservoir gespeist werden, sich ohneKraftaufwand selber in Bewegung setzt; durch die Pipe am Unter-boden wird der fertige Schnellessig abgelassen. Grosse Oberflächeund durch die Ventilationsröhren stets erneuerter Sauerstoffszutrittmit Ausschluss jedes sonstigen Fermentes sind die Bedingungen diesesProzesses. Die konischen Ständer sollen eine Höhe von 13, einenUnterbodendurchmesser von 14 und einen Oberbodendurchmesservon 15 Fuss haben. Die solchergestalt erzeugten Essige habenin der Regel 5 Perzent Essigsäurehydrat, mit Leichtigkeit könnenaber lOperzentige erzielt werden, ja, durch das wiederholteAufgiessen des mit neuem Branntwein versetzten, erst abgeflosse-nen Essigs kann wahrer Essigsprit erzeugt werden; das stöchio-metrische Äquivalent der Theorie aber, das für 5 Theile Alkoholetwas über 6 Theile ;Essigsäure beansprucht, kann in Folge derVerdunstung und anderer Störungen von der Praxis nie erreichtwerden. Als Minimal temperatur des Arbeitsraumes bei der Essig-bildung sind 12 bis 14 Grade Celsius anzunehmen, bei 25 Gradenaber geht der Prozess allerdings am raschesten vor sich, dochist auch die Verdunstung am störendsten.

Gewissermassen als ein mikrochemisches Seitenstück desStänderfasses der Essigfabriken ist der Spitaler'sche Kohlen-ständer zu betrachten, in dessen achtmassigem, cylindrischenGlasgefässe, das mit einem gläsernen Deckel lose gegen Staubgeschützt wird, sich kleine Bruchstücke frisch ausgeglühter undmit starkem, reinen Essig getränkter Buchenkohle befinden; dasEssiggut wird in schwachem Strahle aufgegossen und nach kur-zer Frist als fertiger Essig durch die Bodenabzugsröhre des Es-sigständers entleert. Die tägliche Produktion bei den genanntenDimensionen des Apparates unter Anwendung von 1 Raumtheil

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