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1 (1860)
Entstehung
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67
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Absolut durchsichtige Körper, d. h. solche, welche den Licht-durchtritt wie durch ein Vacuum gestatten, gibt es nicht, über-haupt ist die Durchsichtigkeit eine sehr relative Eigenschaft. Luftund Wasser sind in dünnen Schichten scheinbar völlig durchsich-tig, sehr dicke Schichten von Luft erscheinen bereits blau undtrüber, ebenso erscheinen grosse Wasscrmassen grün. Andrerseitswird das undurchsichtige Gold als sehr dünne Plattgoldschichtgrünlich durchscheinend. Setzt ein Körper dem Lichtdurchtrittebedeutendere Hindernisse in den Weg, ohne denselben fast ganzzu verweigern, so heisst er durchscheinend, transparent. So sindmanche Harze , manche Gummiarten, der edle Opal nur durch-scheinend. Manche Krystalle, die durch den Kern gesehen, ganzundurchsichtig scheinen, sind an den Kanten, also in dünnenPlättchen, noch durchscheinend. Undurchsichtig heisst derjenigeKörper, der den Durchtritt des Lichtes fast völlig verweigert.Die Thatsache, dass Menschen durch langen Aufenthalt, in dendunkelsten Räumen, endlich die umgebenden Dinge unterschei-den, also sehen lernten, spricht wegen der Unentbelirlichkeit desLichtes beim Sehakte sehr zu Gunsten eines gleichfalls nur rela-tiven Werthes der Undurehsiehtigkeit. Undurchsichtig, durch-scheinend und durchsichtig sind also eigentlich nur Gradunter-schiede in demselben Vorgange, in dem spärlicheren oder reichli-cheren Durclitritte der auffallenden Lichtmenge durch die mole-kularen Interstitiell eines Körpers. Ist der Lichtdurchtritt durcheinen imaginären Querschnitt eines Körpers eine ununterbrochene,homogen leuchtende Fläche, so nennen wir den Körper klar,ist er hingegen an einzelnen kleineren oder grösseren Stellen un-terbrochen oder gedämpft, so nennen wir den Körper trübe.Die Transparenz ist daher eine gleichförmige totale Dämpfung,die Trübung h i n g e g e n eine unterbrochene, ungleichförmige, mitlichtstärkern Interstitiell abwechselnde Dämpfung des durchtre-tenden Lichtes. Das Licht tritt aber nicht einfach durch dieKörper hindurch, wie bisher angenommen wurde, sondern wirdbei seinem Durchtritte durch dichtere oder dünnere Medien vonseinem geradelinigen Einfallsstrahlc abgelenkt, gebrochen, und dadas weisse Licht nicht homogen , sondern eine Summe der pris-matischen Farbenstrahlen ist, von denen jeder einzelne andereAblenkungen erfährt, andere Lrechbarkeit besitzt, so wird dasLicht bei seinem Durclitritte durch Körper nicht nur gebrochen,

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