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1 (1860)
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nur der formelle Bau, sondern auch die Eigenschaften und dasAuftreten dieser Verbindungen sind höchst interessant: so hat mandas Propylamin oder wahrscheinlich Trimethylamin im Seeale cor-nutum (Ergotin), bei dem Fäulnissprocesse thierischer Stoffe, inder Häringslacke, und im Chenopodium vulvaria gefunden, vonwelchem das Chenopodium Ambrosioides, die Herba Patchouli un-serer Parfumerie nur sehr wenig differirt. So stellt das Aethyl-ammoniumoxyd eine zerfliessliche, Kohlensäure begierig anziehendeSalzmasse dar, welche ähnlich wie das Kali, die Fette verseiftdie thierischen Gewebe anätzt und alle Metalloxyde aus ihrerLösung ausfällt. Der Spiritus cornu cervi rectificatus, schon langenicht mehr aus Hirschhorn bereitet, sondern ein Nebenproduktder Leuchtgas- Coaks- und Spodiumbcreitung aus Steinkohlenund Thierknochen darstellend, besteht aus Theerstoffen, kohlen-saurem Ammoniak und seinem flüchtigsten Rektifikate: Oleum äth-ereum animale foetidum Dippelii, welches nichts anderes ist, alsein Gemenge von Anilin, Picolin, Leukolin und Petinin, flüchtigenAlkaloiden aus der Klasse der Thierbasen oder Phenylamine.

Die Substanzen auf „o s e" aus der französischen Nomenkla-tur stammend, bezeichnen die sogenannfen Kohlenhydrate von derallgemeinen Formel Cm Hn On (meist direkt oder indirekt gäh-rungsfähige Substanzen, so z. B. Lactose, Milchzucker Gly-cose, Fruchtzucker, Pect ose, Pflanzengallerte, Cellulose, Pflan-zenfaserstoff; Amylum, Inulin, Gummi etc., sind theils gar nicht,theils in ganz falscher Weise in die Gruppen der wissenschaftli-chen Nomenclatur eingereiht.

Die Körper aut „ase" (im Deutschen auch mit „as" endi-gend, und sächlichen Geschlechtes) sind im Gegensatze zu den vor-hergehenden: Gährungserreger (Fermente) von sehr komplexerstickstoffführender Zusammensetzung, die man wohl im Sinneder Mulder'schen Proteinhypothese zu den Abkömmlingen der(Protein) Eiweissstoffe, den oxyproteinen Substanzen oder Pro-teinoxyden zählen dürfte. Beispiele davon sind die Diastase desMalzes, die Synaptase der süssen Mandeln, die Pektase der rei-fenden Frucht, die Peptase der Schleimhaut des Dauungskanals,unter deren Einfluss die Proteinverbindungen unserer Nahrungdie an und für sich theils geronnen, theils organisirt, theils endlichselbst als formlose Flüssigkeiten zur Endosmose durch thierischeMembranen nur sehr wenig geeignet sind, — sich in lösliche nicht

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