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Wasserbade unter beständigem Umrühren bis zur Salbencon-sistenz erhitzt, dann die erhaltene Masse aufbewahrt. Sie ent-hält öl- und stearinsaures, dann auch etwas freies Kali nebstWaffer, und wird mit Erfolg statt der im Handel vorkommendengrünen oder schwarzen Schmierseife gegen 8cül,ie5 eto. ge-braucht; man sehe Buchners Repert., 6. Bd., S. 234, undRlecke, S. 552.
Noch kommen hier zwei Präparate in Betracht und zwar:
«. Dnßuenlum ox)^enl>luuic!lilNlioläonitrion.
Mit Salpetersäure bereitete orndirte Salbe,welche vorschriftsmäßig erhalten wird, wenn man
Schweinefett 8 Unzen in einem steingutenen Ge-fäße bei gelinder Wärme zum Schmelzen dringt, nun unter be»ständigem Umrühren
concentrirte Salpetersäure 1 Unze zusetzt,und damit bis zum Erkalten fortfährt, dann die Salbe in einemGlasgefaße aufbewahrt.
Die Wirkung der conccntrirten Salpetersäure gehl vorerstdahin > das Glncernloryd zu zerstören, woraus Wasser, Kohlen- undOralsäure gebildet, in dessen Folge die Stearin» und Oelsanrefrei wird, welch letztere aber durch fortschreitende Reaktion deraus crsterer hervorgehenden salpetrigen Säure weiter verändertund daraus Elaidinsäure, so wie selbst je nach dem angewen-deten Wärniegrade und der Dauer der Erhitzung noch andereProdukte gebildet werden, worunter auch eine gelbe, wahr-scheinlich dem Welt ersehen Bitter verwandle Materie gehört,die nebst mehr oder weniger gebundener Salpetersäure, wieselbst unverändert gebliebenem Fett, dann der frei gewordenenOel^ und Stearinsäure die orygenirte Salbe darstellen, welcheeine gelbe, ziemlich feste aber doch fettige Masse bildet, diesauer riecht und schmeckt, erwärmt aber ganz zerstießt, ohne aberdabei saure, das blaue Lakmuspapier röthende Dämpfe aus-stoßen zu dürfen.
Diese Salbe wird mit Erfolg bei «tonische» Geschwüren,chronischen Eranthemen, Frostbeulen :c. angewendet.