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2 (1844) Pharmaceutische Präpratenkunde als Erläuterung der in der österreichischen Pharmacopöe enthaltenen, so wie der sonst noch am meisten gebräuchlichen, besonders der neuesten zubereiteten Arzneimittel
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65. Lalaninum wild der narcotisch giftige Bestandtheilgenannt, der in den Keimen und unreifen Kartoffeln, in gerin-ger Menge auch in den Bittersüßstengeln und den Beeren vonSolanum nlgruln enthalten; man sehe l. Heft des Neuesten,S. 172.

66. 8tryol>ninum macht nebst Brucin einen wesentlichengiftigen Bestandtheil der Krähenaug«n, der Ignatiusbohnenund des Schlangenholzes (S. 739) aus, das nach mehrerenPharmacopöen osficinell, deßwegcn hier erörtert wird.

Die Krähenaugen haben eine sehr zähe Beschaffenheit, las«sen sich daher für sich schwer zerkleinern >- um solches leichterthun zu können, werden sie auf ein Drahtsieb ausgebreitet, denDämpfen des in einem Kessel siedenden Waffers eine halbeStunde oder etwas länger ausgesetzt, darauf auf Papier gelegt,auf einer erhitzten Platte recht gut getrocknet u»d alsogleich zer-stoßen; das so erhaltene gröbliche Pulver wird in einen Kolbengebracht, mit 6 Theilen rektificirtem Weingeist übergössen, jenerleicht verstopft, 24 Stunden hindurch in Digestion gestellt, dieFlüssigkeit darauf abgeseiht, der Rückstand ausgepreßt, dannaber mit dem halben Gewichte Weingeist noch 2 3 Mal aufdieselbe Weise ertrahirt; die sämmtlichen Tinkturen werden zu-sammengegossen , in eine Glasretorte gebracht und nach ange-legter Vorlage der Weingeist abdestillirt; wird nun der Retor-teninhalt in eine Porzellanschale überleert, und darin bei gelin-der Wärme bis zur festen Ertraktconsistenz abgedampft, so er-hält man das nach der rkarin. au«t. osficinelle

das außer Strnchnin und Brucin an Milchsäure gebunden(welche früher als eine eigenthümliche Säure angesehen undIgasursäure bezeichnet worden), noch einen fettigen, Farbe-und gummigen Stoff enthält, eine schwarzbraune Farbe, einenäußerst bittern Geschmack besitzt, giftig wirkt, sich in Weingeistvollständig auflöset, mit Wasser aber eine trübe Solution gibt.Um nun aus dem Destillationsrückstande das Strnchnindarzustellen, wird derselbe filtnrt und so lange eine Auflösungdes essigsauren Bleiorydes zugesetzt, als noch ein Niederschlag er-folgt ; die über demselben befindliche klare, hauptsächlich essigsaures

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