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2 (1844) Pharmaceutische Präpratenkunde als Erläuterung der in der österreichischen Pharmacopöe enthaltenen, so wie der sonst noch am meisten gebräuchlichen, besonders der neuesten zubereiteten Arzneimittel
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733
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Erklärung. Wird Salmiak, Kalkhydrat und Schwefeleiner höheren Temperatur ausgesetzt, so wird anfangs aus erste-rem durch Einwirkung des Kalkhndrates auf die S-704 beschrie-bene Weise Ammoniakgas entwickelt, das von dem vorgeschlage-nem Waffer absorbirt wird, weßhalb anfangs nur gelindes Feuerzu geben ist, ansonst die Gasentwicklung zu tumultarisch erfolgt,wie auch die in den Woulfe'schen Flaschen befindliche Flüssig-keit, besonders jene der erster» aus der S. 704 angegebenenUrsache sehr warm wird, was eine Abkühlung jener notbwendigmacht; im weiter» Verlaufe der Operation wirkt nach der nenernErklärungsart der Schwefel auf den Kalk, in dessen Folge unter-schwefeligsaurer Kalk, dann Schwefelcalcium (S.442) entsteht,welch letzteres und der noch vorhandene Salmiak wieder derartaufeinander einwirken, daß, wenn man solchen aus Chlor undAnnnonium (S, 726) bestehend annnumt, das Chlor an dasCalcium, der Schwefel des gebildeten Sulfurides aber an dasAmmonium übergeht, und damit Schwefelammonium bil-det, das nebst dem vorhandenen Waffer verflüchtiget, und in demkühl erhaltenen Ballon als eine rothgelbe Flüssigkeit sich conden-sire; nach der altern Theorie wird aber wegen Wasserzersetzuugeinerseits unterschwefeligsaurer Kalk, andererseits Hndrothiou-saure (S. 642) gebildet, wahrend der Kalk und das salzsaureAmmoniak ihre Vestandtheile austauschen, so daß salz-saurer Kalk daraus bei stärkerer Hihe Calciumchlorid undWaffer dann hndrothionsaureS Ammoniak entsteht, das nebstWasser und dem noch übrigen Schwefel übergeht, so zwar, daßnach dem Verhältnisse des letztern auch mehr oder weniger hy-drothionige Säure (man sehe S. 42 in der Note) gebildet, dem-nach, wenn das Destillat mit dem Inhalte der Woulfe'schenFlaschen vermischt, Schwefel noch zugesetzt und damit längereZeit unt'r öfterem Umschütteln in Berührung gelassen wird, sichvon demselben soviel noch auflöset, daß sie vorzugsweise Hydro-thionigsaures, nebst freies Ammoniak in Wasser aufgelöst enthält,während nach der neuer» theoretischen Ansicht das hpdrothionig-saure Ammoniak dem fünffach Schwefelammonium (d. i. demfünffach Schwefelkalium proportional, S, 539) entspricht^ wirddas DestillationSprodukt nicht mit Schwefel in Berührung geseht,so enthält solches ein nicht immer gleichesVerhältniß derdießfälli-