Druckschrift 
2 (1844) Pharmaceutische Präpratenkunde als Erläuterung der in der österreichischen Pharmacopöe enthaltenen, so wie der sonst noch am meisten gebräuchlichen, besonders der neuesten zubereiteten Arzneimittel
Entstehung
Seite
731
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

731

«^ I^i^noi- llininonii zulluraü.

I^iliuor »mmonii «ulkur2to-ll)'äl'otliionlc!i, Luliuretumrl^äro^onÄlum »mmonise, H^<lrc>zuls>irotuln Ämmoniao li-

Lo^Iei, Uer»i>r 8u!luri8 volglil«, schwefelhaltig Hy-dro t h i on sa u r e s Ammoniak, hydrot h ionigfaureAmmoniakflüssigkeit, Beguinsgeist, Boyle'S rau-chende Flüssigkeit/ flüchtige Sch we fe l l eber.

Die österreichische Pharmacopöe gibt zur Darstellung die-ses Präparates nachstehende Vorschrift:

Gereinigter Salmiak 6 Unzen,Kalkhydrat 21 Unzen,

Schwefel 3 Unzen, werden zuerst jedes für sichgepulvert, dann in einem Glasinörser gemengt, und in eineRetorte gebracht, »ach angelegtem Woulfe'schen Apparate, inwelchem 6 Unzen drstillirtes Wasser vorgeschlagen wor-den, aus dem Sandbade bei allmälig verstärktem Feuer einerDestillation unterworfen und das Destillat in wohlzuvermachen-den Glassiaschen aufbewahrt.

Zu bemerken ist: Nachdem der Kalk vorzugsweise dazudient, den Salmiak zu zersetzen und Ammoniak frei zu machen,so erscheint die vorgeschriebene Menge Kalkhydrat zu groß, unddaher erweiset sich ein dem zu nehmenden Salmiak gleiches Ge»wicht Kalk genügend den angegebenen Zweck zu erfüllen; daweiters der Schwefel erst auf den Kalk einwirken muß, ehe diebeabsichtigte weitere Reaktion Statt findet, so erscheint es ent-sprechend nachstehender Weise zu verfahren:

6 Unzen Kalk werden mit der erforderlichen Menge Wafferin einem steingutenen Gefäße abgelöscht und ein dünner Breidamit angemacht, dem man die vorgeschriebenen 3UnzenSchwe»felblumen zurührt und bei maßiger Wärme unter fleißigem Um-rühren (da die Masse sonst herumspriht) zu einer ganz zähenMasse abdampft, die dem Erkalten überlassen, zerreiblich wird»nd ein grünlichgelbes Pulver liefert, das mit den angegebenen6 Unzen Salmiak schnell gemengt in eine tubulirte oder auchuntubulirce Retorte, in letztere aber derart bringt, daß maneinen Papierzylinoer in den Hals steckt, der ziemlich tief in denBauch jener hinabreicht, durch welchen man nun das Gemenge

^'

:.--