— 700 —
8a1 3n«Iicu5 nngalis,
8»! vo1»tll« llNZllcanuin, ^lexiterium Äwmc»ni»cale, wozu
gleiche Theile gepulverter Salmiak und Kalk (statt letzterem auchkohlensaures Kali) in ein Flaschchen gebracht, mit Lavendelgcistangefeuchtet, und solches gut verstopft wird; dann als
5a1h
K
angewendet, wozu gleichfalls Salmiak und Kalkhydrat in einFläschcheu geschichtet, dann einige Tropfen Gcwürznelkenöl hin.zugesetzt und das sich entwickelnde Gas zu dem bezeichneten Zwecke,wie auch derart benützt wird, daß man das Gemenge in ein Säck-chen bringt und dieses auf de» leidenden Theil auflegt.
Sonst macht das Ammoniak einen Bestandteil nachstehenderörterter Präparate aus, und zwar:
«^ I^uor 3lnmc>nii c«u5ti<:i,
^«nmnni» ^ur» Il^niä», ^mmoniuiu c»u8tieun» Ilc^uillum,8z,irituz «aliz »minonigLl cguzlicu«, A e tz a mm o n i a kflüs-sigkeit, reines flüssiges Ammoniak, kaustischeroder ätzender Salmiakgeist.
Die österreichische Pharmakopoe gibt zur Darstellung diesesPräparates nachstehende Vorschrift:
Gepulverter getrockneter Salmiak, eben sobeschaffener Kalk, von jedem 1 Pfund, werden möglichst schnellvermengt, in eine gläserne oder steingutene Retorte gebracht,auf deren Boden sich bereits ungefähr '/l Pfund Kalk befindet,und mit eben so viel Kalk das Gemenge bedeckt: nach angebrach-tem Woulfe'schen Apparate, in deren Flasche das Sicherheitö-rohr anzubringen, in den übrigen aber
destillirtes Wasser V: Pfund zu vertheile»ist, wird bei allmälig bis zum Glühen der Retorte verstärktemFeuer destillirt, bis kein Ammoniakgas mehr übergeht. Die iuden Vorlagen befindliche Flüssigkeit, welche bei gut gelungenerOperation 3 Unzen am Gewichte mehr beträgt, wird in wohlvermachten Flaschen aufbewahrt, deren spec. Gewicht bettage0,910.
Zu bemerken kommt: Um nach dieser Vorschrift zweckge-mäß zu verfahren, ist eö nochwendig, eine tubulirte eiserne Re-