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gegeben/ durch Abdampfen das Wasser wieder entfernt, endlichdas concentrirte Fluidum der Destillation unterwirft, — NachPelouze werden die im Vitriolöl vorhandenen Azotsauerstoff-derbindungen vollständig zersetzt und abgeschieden, wenn manselbem vor der Destillation etwa '/- pCt. schwefelsaures Ammo-niak zusetzt, wo bei Einwirkung der höhern Temperatur durchgegenseitige Reaktion jener auf das Ammoniak Wasser gebildetund Stickstoff allein oder mit Stickstoffoiydul gemengt, ent-weicht.
Das gereinigte Schwefelsäurehydrat ist eine farbenlose,klare, ölart'ge Flüssigkeit, die keinen Geruch, aber einen höchstsäuern ätzenden Geschmack, dann ein spec. Gewicht von 1,840 be-siht; zieht an der Luft begierig Feuchtigkeit an, läßt sich mitWasser unter großer Temperaturserhöhung mischen, siedet bei260,8° R. und verflüchtiget sich dabei unter Verbreitung einesstark sauern, ätzend wirkenden Dampfes ohne allen Rückstand.Durch Metalle und andere Sioffe erleidet sie, besonders unterMitwirkung der höhern Temperatur, eine Zersetzung, wobei meistschwefelige Säure (S. 579) entwickelt wird.
Fehlerhaft erscheint dasselbe, wenn es gefärbt und nichtganz klar ist, schwefelig riecht, nicht das gehörige spec. Gewichtzeigt, mit Wasser vermischt trübe wird und sich später ein Bo-densatz ablagert, der, falls er roth, von Selen herrührt; wei-ters im verdünnten Zustande mit Ammoniak neutralisirt, sich einNiederschlag absondert, der entweder von vorhandener Thon,erde, Eisen- oder Bleioryd herrührt, und die Säure ist dann ent-weder gar nicht rektisicirt, oder diese Operation unzweckmäßig vor-genommen worden, in welchem Falle die Säure in einer Porzellan-schale über der Weiugeistlampe erhitzt, ein nicht flüchtiger sal-ziger Rückstand hiuterbleiben wird; die Gegenwart von Arsenikund anderer Metalle gibt sich zu erkennen, wenn man die nichtvollständig mit Ammoniak neutralisirte, mäßig verdünnte Säuremit Schwefelwasserstoff» Flüssigkeit, dann eine andere Probemit blausaurem Eisenkali und eine dritte mit Galläpfeltinkturversetzt, wo eine Trübung wie auch Niederschlag entstehen wird;die Gegenwart von Salpetersäure erkennt man, wenn man dasVitriolöl in eine concentrirte Auflösung des reinen schwefelsau-ren Eisenoryduls tropft und erwärmt, wo solche violet, oder roth