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die Bernsteinfaure, besonders mit Kohlenpulver behandelt, größ-tentheils vom anhängenden Oele befreit wird, das aber einenwesentlichen Antheil an der medicinischen Wirkung hat, daherdie chemisch reine Säure eben so wie die gleiche Benzoesäure (S.610) der medicinischen Auwendungin viel minderem Gradezusagt.Die reine Bernsteinsäure besteht übrigens aus4 Atomen Carbon,
2 . Wasserstoff,
3 » Sauerstoff,
1 » Wasser, und ist demnach ein Hydrat,welche aber in nachstehend beschriebenem Zustande anhängendesBernsteinöl enthält; bezüglich der reinen Bernsteinsäure seheman Ehrmann's pharmaceutische Chemie, 2. Bd., S 1023,und populäre Chemie, 2. Bd., S. 295.
DaS officinelle Präparat bildet bräunlichgelbe undeutlichausgebildete, zusammengehäuftePrismen oder dergleichen Blatt-chen, die einen dem brenzlichen Bernsteinöle zukommenden Ge-ruch und schwach sauren, etwas erwärmenden Geschmack besitzen,luftbcständig, in ungefähr 25 Theilen kaltem und 3 Theilenheißem Wasser, wie auch in Weingeist löslich sind; erhitzt schwel»zen, dann einen weißen stechend riechenden Dampf entwickeln,der sich an kältere Körper krystallinisch ablagert, und daher unterRücklassung von wenig kohliger Substanz flüchtig ist.
Die Proben der Reinheit ergeben sich aus dem Gesagten,insbesondere durch die gänzliche Auflösung in höchstrektificirtemWeingciste, dann daß diese Auflösung abgedampft und der Rück-stand in ein.'M Kölbchen oder Medicinfläschchen erhitzt, sich bisauf einen geringen kohligeu Rückstand snblimiren muß.
Dasselbe wird thests für sich in der Auflösung, in Pulver,Pillenform :c. in mehreren Fällen mit Erfolg, insbesondere daöflüssige bernsteinsaure Ammoniak, von welchem unter den Ammo»niakoerbinduugen das Nähere vorkommt, verwendet.
16. ^ciäum «iilsuricum äkpurawm.
Hoiäum gulfuri'ouin reetilicütum z. äegtillatum, Oleumvitriuli äopuratuin, H/<3ra8 Zoicll gulkurioi puru5, gerei»«igte Schwefelsäure, destillirtes Vitriolöl, rei»nes Schwefelsäure Hydrat.