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vor dem völligen Erkalten in kleine Stücke zerbricht , und inwohl zu verschließende Glasgefäße anfbewuhrt.
Hierbei kommt zu bemerken, daß nur in einem Platin-tiegel eine ganz reine Sänre erhalten, da von der schmelzendenPhosphorsäure selbst besonders nicht sehr festes Porzellan an-gegriffen wird; weiters, daß man den Porzellan-am besten ineinen anderen irdenen Tiegel stellt, wenn das Erhitzen mittelstglühender Kohlen vorgenommen wird, wie man auch sehr Achtdarauf geben muß, daß kein llebelschäumen der zuletzt das Wafferstärker zurückhaltenden Säure erfolge, weiters kein Kohlenstaub,Asche :c. in den glühenden Tiegel komme, da solcher sonstwegen Reduktion der Säure und Bildung von Platinphos»phorid durchlöchert würde, weßhalb eine gute B erzel i us'scheWeingeistlampe zum Erhitzen sehr gut zu verwenden ist; endlichmuß man die nölhige Aufmerksamkeit anwenden, damit der Tie-gel nicht umstürze und so Verlust wie anderweitigen Schadenverursache.
Andere Methoden der Phosphorsäurebereitung durch Ver-brennen des Phosphors unter einer Luft enthaltenden Glasglockeoder mittelst eines Luftstromes, so wie durch langsame Oxydationdesselben unter Einfluß der Luft sind theils zu umständlich, theilserfordern sie besondere Vorrichtungen so wie große Aufmerksam-keit, weßhalb ans das Lehrbuch der Pharmacie des Verfassers,S. 438, so wie dessen populäre Chemie, S. 382, endlich aufden 18. Band der Annale» der Pharmacie, S. 234, wo ein zudiesem Zwecke bestimnuer Apparat beschrieben und abgebildet ist,eben so 21. Bd., S. 302 verwiesen wird.
Die reine officinelle Phosphorsäure bildet eine ungefärbtewasserhelle Flüssigkeit, die geruchlos ist, einen sauren Geschmack,dann ein spec. Gewicht von 1,050 besitzt, sich mit Wasser undWeingeist in jedem Verhältnisse mischen läßt; in einem Porzellau-gefäße erhitzt, entweicht der größte Antheil des vorhandenenWassers als Dampf, und es bleiben nur 9,44 pC mit der Säuregebunden, womit solche das Phosphorsäurehndrat bildet, dasnun ruhig bis zum Glühen des Gefäßes erhitzt, schmilzt undnach dem Erkalten die verglaste oder glasartige Phospholsäure(^ciäum i)bo8l'kioricum »iccum z. ^lÄciale) darstellt, die einefarbenlose, durchsichtige, harte, glasartige Masse bildet, je-
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