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standes erhaltene Tinktur nach dem Filtriren aufbewahrt, vonwelcher 5 —10 Tropfen i>io clozi gegeben werden.Zum äußern Gebrauche dagegen wird auch daS
Oleum inirnicIVuin
empfohlen, welches durch 20tägige Digestion von I Theil zersto-ßenen Ameisen mit 3 Theileu Olivenöl und darauffolgendes Ab-pressen des OeleS dargestellt wird; sonst empfiehlt Döbereinernoch denAmeisenälhergeist, sniiiluzforiuluieo-oetnereuz,welcher erhalten wird, wenn mau 8 Tbeile des auf die S. 624 an»gegebene Weise erhaltene» trockenen ameisensaureu Natrons miteiner Mischung von 10 Theilen Vitriolöl und 20 Theilen höchst-rektificirten Weingeistes aus einer Retorte bis zur Trockenheitdestillirt, und das Destillat mit etwas gebrannter Bittererdeschüttelt, dann rektificirt.
?. ^oiäum Aalliouiu.
H^ciclum ß»l1i»ruln . Gallussäure, Galläpfel säure.Diese in neuesten Zeiten als Arzneimittel empfohlene Säureläßt sich auf mehrfache Weise darstellen, die vorzüglichste istnachstehend beschriebene Methode.
Fein gepulverte Galläpfel eine beliebige Menge, wer-den in einem Glasgefäße mit der doppelten Quantität destillir-ten Wassers angerührt und 24 Stunden hindurch bedeckt stehengelassen, darauf der Brei auf ein in einem Glas - oder Por-zellantrichter befindliches Filtrum gebracht, und durch in klei-nen Quantitäten aufgegossenes destillirtes Waffer ausgelaugt,so daß die Flüssigkeit nur ganz langsam abtropft; wenn solchenicht mehr bedeutend herb schmeckt, so wird die Operation un-terbrochen und das im untergesetzten Gefäße gesammelte bräun-liche Fluidum ganz leicht mit Papier bedeckt, einige Wochenhindurch stehen gelassen, während welchem man solches einigeMale in ein anderes Gefäß überleeren kann; man findet amBoden desselben eine gelbliche krnstalliuische Kruste, die mansammelt, in heißem destillirten Wasser auflöset, die Solutionmit ausgekochtem gröblichen Kohlenpulver erhitzt, darauf silttilt,abdampft und zum Krystallisiren bringt, die Krystalle auf wei-ßes Papier sammelt, die Mutterlauge weiters concentrirt, und