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2 (1844) Pharmaceutische Präpratenkunde als Erläuterung der in der österreichischen Pharmacopöe enthaltenen, so wie der sonst noch am meisten gebräuchlichen, besonders der neuesten zubereiteten Arzneimittel
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werden, wo nur ein kleiner Theil Säure übergeht, der bei wei-tem größere Antheil der eigenthümlichen Saure dagegen im Rück»stände bleibt, daher sie hieraus mit Vortheil dargestellt weidenlann, woraus abermal zu entnehmen, daß die abweichende Be«reitungsart auf die Beschaffenheit, sohin auch auf die Wirksam-keit des Mittels wesentlichen Einfluß hat, daher wohl wiederzweckgemäß auf die frühere Darstellungsweise zurückzugehenwäre, nach welcher nämlich die im Monale Juni oder Juli ge-sammelten braunrothen Waldameisen, nachdem sie von Erde:e.befreit worden, in einem steinernen Mörser mit Zusatz von etwaöheißem Wasser klein zerstoßen, darauf 3 Theile gemeiner Wein»geist zuzusetzen und aus dem Wasserbade, besser aber im Dampf»apparate, bis keine Flüssigkeit im Rückstände wahrnehmbar, zudestilliren ist, was aus einer gläsernen Retorte mit angelegten,kühl zu erhaltendem Ballon zu geschehen hat; das so gewonneneDestillat hat einen starken eigenthümlichen Geruch, der nebstbeiim geringen Grade brenzlich ist, reagirt stark sauer und enthältaußer Ameisensäure ein in den Thieren zugleich vorkommendesätherisches, wie auch etwas mit üderführtes fettes Oel, endlichauch eine geringe Menge ameisensaures Ammoniak, welch letz»teres vorzügliche Beachtung verdient.

Aber auch in diesem Falle wird nicht sämmtliche Ameisen»säure überdestillirt, wird demnach besonders obiger Retortenin»halt mit heißem Wasser angerührt, dann die Flüssigkeit durchAuspressen abgesondert, der Rückstand noch mit einer geringernMenge heißem Wasser behandelt, die vereinigten Fluida zur Ab-sonderung des fetten Oeles stehen gelassen, dann solches ab-geschieden mit kohlensaurem Natron neutralisirt, die Solu-tion des gebildeten ameisensauren Natrons filtrirt, darauf in einerPorzellanschale bei gelinder Wärme, zuletzt unter beständigemUmrühren bis zur Trockenheit abgedampft/ das erhaltene Salz mitder Hälfte seines Gewichtes Vitriolöl, solches zuvor mit gleich-viel destilliriem Wasser verdünnt, aus einer Retorte bis zur Tro-ckenheit destillirt, und das erhaltene Destillat nach mehrtägigerDigestion mit gepulvertem Manganhnperoryd durch Rektifikationvon der anhängenden schwefeligen Säure befreit, so erhält manwasserhaltige reine Ameisensäure von 1 025 spec. Gewicht, aufwelche Weise selbst unmittelbar aus den durch heißes Wasser ge»