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2 (1844) Pharmaceutische Präpratenkunde als Erläuterung der in der österreichischen Pharmacopöe enthaltenen, so wie der sonst noch am meisten gebräuchlichen, besonders der neuesten zubereiteten Arzneimittel
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gung, weßhalb schon mehrseitig auf die nähere Erörterung der»selben zu verweisen Veranlassung genommen wurde.

Kohlensäure kann bei Darstellung mehrerer pharmaceuti-scher Präparate, wie der concentrirten Essigsäure (S. 590), desessigsauren Kali, Natrons (S. 45? und 555) und Ammoniaks,des Natronphosphats (S, 575), des salzlauren Kalkes (S.436),der Weinsäure u. m. a. als Nebenprodukt gewonnen weiden,daher vorkommenden Falles auf die nachfolgend beschriebeneWeise unter den erforderlichen Berücksichtigungen mit Vortheilzwei Operationen unter einem vorgenommen werden können.

Soll die Kohlensäure absichtlich entwickelt werden, so ge-schieht dieses am wohlfeilsten aus der gepulverten reinen Kreide,Marmor oder auch geschlemmten Kalkspath mittelst reiner ver-dünnter Salzsäure, und zwar derart:

In den einen Hals einer geräumigen zweihalsigen Flaschebefestiget man mitlelst eines genau passenden Kortstövsels einenVelter'schen Trichter, oder auch eine einfache, oben trichterför-mig erweiterte (oder mit einem passenden Glastrichter zu ver»sehende) Glasröhre, welche aber bis nahe am Boden jener hin-abreichen, und zur Absperrung etwa fingerhoch Wasser in solcherbefindlich seyn muß; in diese Flasche selbst wird außer dem Was-ser eine verhältnißmäßige Quantität gepulverte Kreide oder son-stigen kohlensauren Kalkes gebracht; >n den zweiten Hals der-selben befestiget man, je nachdem die zu entwickelnde Kohlen-säure olsogleich in eine Flüssigkeit geleitet werden soll, aufgleiche Weise den kürzer« Schenkel einer ungleichschenklichenGlasröhre, deren anderes Ende i» die besagte Flüssigkeit rei-chen muß; oder falls man die in Rede stehende Säure gasför-mig aufzufangen hat, so wird in den besagten zweiten Hals derWoulfe'schen Flasche ein ^» gebogenes Glasrohr befestiget,dessen freies Ende in die Oeffnung der Brücke einer pneumati-schen Wanne (man sehe Ehrmann's populäre Chemie, TafelIII, Fig. 12) reicht statt welcher im Nothfalle eine SchüsselDienste leisten kann auf welcher eine mit Wasser gefüllteFlasche umgekehrt, d. h. die Mündung über dem Rohre gestelltwird.

Um nun die Entwicklung der Kohlensäure zu bewirken,gießt man nach sorgfältiger Verkittung der Fugen beider