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Unter diesen Umstanden nimmt das Natron 2 Atome Schwe-felwasserstoff auf, und bildet demnach zweifach hydrothiou-saures Natron; um dieses im krystallisirten Zustande zuerhalten, muß die Natronlauge genug conccutr,rt und keinenUeberschuß vou (beigemengter) Hydrothionsaure enthalten, daherwenn die besagte Flüssigkeit keine Krystalle liefert, man sie beiabgehaltenem Luftzutritt einige Zelt erhitzen muß, um den Ueber-schuß an besagtem Gase zu entfernen, dann wieder dem Erkaltenüberlasse».
Sonst läßt sich diese Verbindung darstellen, wenn manüber feuchtes Natronhydrat in einer Glasröhre befindlich, aufdie S. 429 angegebene Art Schwefelwasserstoffgas leitet, dasunter Temperaturerhöhung rasch absorbirt wird; die gebildeterothe Verbindung in wenig heißem Wasser auflöset, und wieangegeben, dem Anschieße» der Krystalle überläßt; oder manlöset das durch Glühen des Glaubersalzes (S- 563) gebildeteNatriumsulfurid in wenig heißem Wasser auf, imprägnirt dieSolution noch mit Schwefelwasserstoffgas und läßt krystallisiren.
Dieses Salz krystallisirt in ungefärbten zugespitzten vier»seitigen Pyramiden, hat einen scharf unangenehm bitter» Ge-scbmack. ist in Wasser und Weingeist leicht löslich, welche So»lution der Luft ausgesetzt, wie S. 579 angegeben, unter Ab-scheidung von Schwefel in unterschwefeligsaures Natron über»geht.
Selbe wird fast nur zur Darstellung künstlicher Schwefel-wasser gebraucht.
v. Ametallische Verbindungen.
I. Säuren.
1. ^ciäliin aooticum.
Essigsaure, Acetylsäure. Diese in mehreren Pstan.zentheilen, besonders in den sehr sauer schmeckenden Früchtenvon linuz «^pninum, so wie anderen Beeren, in dem Saftemehrerer Bäume und krautartigen Vegetadilien, dann in eini-gen animalischen Secretioncn, theils frei, theils au Basen ge-
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