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Man kann übrigens auch, wie S. 38 und 384 angegeben,eine Kalilauge erhalten, wenn man den hierzu bestimmten Kallmit der erforderlich,»,! Menge reinem Wasser in ein gleichförmiges,daher nöthigenfalls durch einen porzellanenen Durchschlag getrie-benes, milchichtes Fluidum verwandelt, das kohlensaure Kaliin 10 Thellen kochendem Wasser auflöset, die Soluiion jenemzumischt, alles in eine erwärmte Flasche, diese fast voll angefülltbringt, solche gut verstopft und unter öfterem Umschütteln darinan einem warmen Orte einige Tage oder so lange stehen läßt,bis eine abgegossene und nöthigenfalls filtrirte Probe zeigt, daßkein unzersehtes kohlensaures Kali vorhanden, weiters aber wieangegeben verfährt, das vordeschriebene Verfahre» hat aber denVortheil, daß wenn genau nach solchem verfahren worden, dergebildete kohlensaure Kalk schneller im pulverigen Zustande vonder Flüssigkeit sich trennt, daher keine gleichsam fieberige Ve»schaffenbeit besitzt, einen tleinern Raum einnimmt, von demdie obere klare Kalilauge sich vollständiger absondern, so wie derRückstand leichter auslangen läßt, wie auch die Operation inviel kürzerer Zeit beendet ist, daher in so ferne oorlheilhafter,wenn man keine Rücksicht auf die Feuerungskosten nimmt; nurkommt noch zu bemerken, daß auf keinen Fall insbesonderehier die angegebene Menge des Wassers in der Absicht vermin-dert werden darf, um gleich eine concentrirtere Lauge zu erhal-ten, denn die Zersetzung deS kohlensauren KaliS erfolgt um soleichter, je größer die Menge des vorhandenen WasterS ist, gegen»theils zersetzt eine concentrirte Kalilauge erfahrungsqemäß theil»weise den kohlensauren Kalk, wo dann wieder rerhällnißmäßigKalicarbonat gebildet wird- früherhin hatte man ohne Zweckeine große Quautitäl Kalk (gleiche Theile und auch mehr) ange-wendet, was den wesentlichen Nachlheil hat, daß die großeQuantität breiartige Masse viel vo>i der Lauge eingeschlossenenthält, was, um diesen Änlheil zu gewinnen, ein wiederholtesAufgießen von Wasser noibwendig macht.
Hat man entsprechend reines, daher von andern Salzenfreies kohlensaures Kali, eben so von Thon-, Ei^en- nnd Kie-selerde freien Kalk angewendet, so wird unter den angegebe»neu Bedingungen zu den gewöhnlichen Zwecken auch ein hin-reichend reines Aetzkali erhallen, ansonst die Beimengungen'Präparaten!»«!»'. 29