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2 (1844) Pharmaceutische Präpratenkunde als Erläuterung der in der österreichischen Pharmacopöe enthaltenen, so wie der sonst noch am meisten gebräuchlichen, besonders der neuesten zubereiteten Arzneimittel
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solche dann ausgegossen, nach dem Erlalten gepulvert, in einerblanken eisernen Pfanne mit dcstillirtem Wasser übergössen, damitbis zum einmaligen Aufwallen erhitzt, darauf die Flüssigkeitschnell durch ein mit weißem Papier belegtes Scihetuch abgeson-dert, und der Rückstand so lange mit heißem Wasser ausgelaugtwerden soll, bis dieses geschmacklos abläuft, welcher dann mitverdünnter reiner Salzsäure zusammengebracht, bis kein Auf-brausen mehr erfolgt, und die Solution abgedampft, salzsaurenBorit liefert, der nöthigenfalls durch Umkrystallisuen gereinigetwerden kann.

Der Schwerspath und das kohlensaure Kali tauschen in derHitze gleichfalls ihre Bestandtheile aus, so daß schwefelsauresKali und kohlensaurer Barit*) gebildet wird, jedoch eine vollstän-dige Zersetzung des erster« erfolgt nur durch einen bedeutendenUeberschuß des Kalicarbonats, demnach die geglühte Masse sowohlstus den beiden neugebildeten Salzen, wie auch aus den beiden un-veränderten Zuthateu besteht, welche an das Wasser das gebil-dete Kalisnlfat, dann das unverändert gebliebene kohlensaure Kaliabgibt, während Baritcarbonat mit mehr oder weniger unver-ändert gebliebenem Scluverspath im Rückstände sich befindet,welch letzterer beider nachfolgenden Behandlung des weißen Pul-vers mit Salzsäure ungelöst bleibt, während der Barit unterEntweichung von gasförmiger Kohlensäure von selber aufgenom-men wird. Damit aber keine Rückwirkung des schwefelsauren

*) Werden 6 Theile gepulverter Schwerspath, 2 Theile wasserfreiesschwefelsaures Natron und 2'/2 Theile Kuhlenpulver genau gemengtund in einem bedeckten Tiegel bis zum Schmelzen erhitzt, so erfolgtdie Reduktion des ersteren viel leichter, als auf die gewöhnlicheWeise, und mau erhält eine aus Barium- und Naniumsulfurid be-stehende Masse, die ausgegossen, gepulvert und mit reinem Essig,bis keine Vasentwickung mehr erfolgt, in essigsauren Narit undessigsaures Natron umgewandelt, woraus durch kohlensauresNatron Varitcarbonat gefällt wird, das dann gehörig ausge-waschen , weiter verwendet weiden kann, während die Flüssigkeitabgedampft und das erhaltene Salz geglüht, reines kohlensauresNatron liefert. Auch kann der Schwerspath mit dem doppeltenGewichte kohlensaurem Natron oder Kali und '/.Theil Kohle derGlühhitze ausgesetzt, behandelt werden.

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