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Erläuterung. Die Bildung dieses Präparates gründetsich auf die oben angegebene Eigenschaft des Zinkes in der Glüh-hitze zu verdampfen, welcher Dampf in Berührung der Luft ent-zündlich, mit weißer Flamme verbrennt und in Zinkorno über-geht , das nicht mehr flüchtig sich an kältere Körper wieder con-densirt, und nur theilweise durch den Luftzug weggeführt wird,daher alle angegebenen Vorsichten den Zweck haben, die vollkom-mene Umwandlung des Metalls in weißes Ornd zu begünstigen,und von solchem wenigst möglich durch Verbreitung im Labora-torium zu verlieren. — Ist die Hitze nicht groß genug, verbrenntdaher das Zink nicht unter gleichzeitiger Verdampfung, so wirddasselbe zwar auch oryoirt, aber in ein graues Pulver um-gewandelt, das die Oderfläche deö schmelzenden Metalles be-deckt, welches man aber beim Herausnehmen des weißen Orndeözurückläßt, daher nur den an den obern Wänden des Tiegelsund so auch den Anflug des oberhalb diesem angebrachten Ge-fäßes sammelt; das in jenem zurückbleibende graue Oxyd kannzur Auflösung in Säuren verwendet werden. Sonst kommt zubemerken, daß man, um ein entsprechendes Präparat zu erhal-ten, nur gereinigtes, keineswegs aber käufliches, andere Metalleenthaltendes Zink anwenden dürfe; endlich daß man am bestendas Feuer durch von Zeit zu Zeit einzutragende glühende Kohlenunterhält, denn durch das häufig entstehende Zerspringen derzugelegten tobten Kohlen wird Kohlenstaub und Asche in denTiegel geschleudert, daher man auch diesem Umstände zuvorzu»kommen trachten muß.
Das Zinkorot» besteht aus1 Atom ZinkI » Sauerstoff
Mehrere Pharmacopöen führen außer den eigentlichenZinkblumen noch2ineum ox^äaluin vi» Kumiä» paratum, 2in-«um ox^äatum ^»rcleoi^itstum, auf nassem Wege berei-tetes Zinkoxyd, Zinkniederschlag an, der nach An<gäbe der preußischen Pharmacopöe derart dargestellt wird, daß
oder
60,13119,87/
in 100 Theilen.
übergössen sich unter Hydrogengasentwicklung auftosen, sohin nochfein zerlheiltes Metall beigemengt entHallen, so ist solches ineinem offenen Porzellantiegel, unter öfterem Umrühren durchzu»glühe», um dessen Oxydation zu bewirken.
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