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das Destillat beim Erkalten vollkommen fest wird, nun die Vor-lage wechseln und nach beendeter Destillation das Produkt — wel-ches reines Antimonchlorid ist — durch Erwärmen flüssig machenund in kleine lange Fläschcheu aufbewahren.
Die officinelleSpießglanzbutter bildet eine ungefärbte klareFlüssigkeit, die einen Geruch nach Salzsäure dann einen ungemeinscharfen ätzenden Geschmack besitzt/und auf organische Stoffe/wiegesagt, corrodirend wirkt; deren specifischeS Gewicht ist je nachder Menge des vorhandenen Antimonchlorids unter oder über1,500/ an der Luft stößt sie wcißgraue Dämpfe aus und ziehtgleichzeitig Feuchtigkeit a»; ins Wasser gegossen, erfolgt Ablage-rung eines weißen stockigen Pulvers in reichlicher Menge; in derHitze läßt sie sich ohne Rückstand verflüchtigen.
Fehlerhaft ist dieses Präparat, wenn dessen Farbe gelbist, waö von einem Eisengehalte herrührt, keine klare Flüssigkeitdarstellt, die ein bedeutend geringeres specisisches Gewicht als1,500 besitzt, in diesem Falle auch nicht Dämpfe an der Luftausstößt, vorzüglich aber mit Wasser verdünnt eine geringeMenge weißen Niederschlages gibt, endlich wenn das von demgebildeten Präcipitate abgesonderte FluiLum mit Ammoniak neu-tralisirt, dann mit eisenblausaurem Kali versetzt, einen dunkel-farbigen Niederschlag gibt.
Selbes wird nur als äußerliches Mittel zum Cauterisirenfistulöser Geschwüre, der Bißwunden, zur Zerstörung der War-zen u. dgl. gebraucht.
8ul»mui'i»« antlmonii, 8ulic:I>!c>i'0lilin anlimonii, l^lilore-tum »mimonil dazicuin, Ox) äum untimunii luuiiuticum, Nor-curiu3 vit»o, ?u!vi3 ^lßgrolki, lulvi» »n^eücns, basischsalzsaures Antimonornd, An timono^ydchlorid,Algarothvulver, Leben smercur.
Dieses früherhin gebrauchte und nach einigen Pharmako-poen noch osficinelle Präparat wird erhalten, wenn man dieSpießglanzbutter mit Wasser vermischt, wo, wie oben gesagt,ein weißes Pulver gefällt wird, dessen Menge und Beschaffen-heit aber von der dießfälligen BeHandlungsweise abhängig ist. —Seht man nämlich der salzsäurehältigen Autimonchlorltfiüssigfeit