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Eintragen der Schwefelsaure, wie auch während der Destillation,besonders wenn die Fugen nicht luftdicht vermacht und die Vor»lagen sorgfältig abgekühlt worden, ein Verlust sich ergibt, uudauch der Retortenrückstand, wenn bloß bis solcher trocken er-scheint, dcstillirt wird, nie frei von Antimonchlorid ist, das nurdurch anhaltend sehr starke (bis zum Glühen der Kapelle gestei-gerte) Erhitzung ausgetrieben werden fan», daher wenn ma» dem-selben Wasser zusetzt, eine verhältnißmäßig starke weißeTrübungerfolgt; in der Regel erhält man bei 12 Unzen Destillat, das,wenn die Zuthaten rein waren, ungefärbt, sonst aber gelblich ist,und wie gesagt durch Destillation rektificirt werden muß.
AuS dem Gesagten ergibt sich, daß die officinelle Spieß-glanzbutter eine Auflösung des Autimonchloridö in wasserhaltigerSalzsäure — oder nach der altern Ansicht wasserhaltig sauressalzsaurcs Antimonoryd — jedoch nicht immer in gleichem Ver-hältnisse des erster» zur letzteren ist; früher halte man dasAntimonchlorid, das nach mehreren Pharmacopöen nochimmer officinell medicinisch augewendet, das nach der t'naiin.»uzt. von 1780 erhalten wird, wenn man gleiche Theile feingepulvertes Schwefelantimon und Aetzsublimat in einem Glas-mörser genau zusammenmengt, dann nach angelegter Vorlagedestillirt, bis nichts mehr übergeht, und die im Halse der Re-torte sich ansetzende butterartige Masse durch angenäherte glü-hende Kohlen flüssig macht, damit sie in die Vorlage übergehe,deren Inhalt dann in wohlvermachten Glasfläschchen aufzube-wahren ist.
Da der Aetzsublimat Quecksilberchlorid (S. 236) ist, soerfolgt bei Einwirkung der hohern Temperatur ein Austausch derVestandtheile zwischen diesem und dem in Berührung gesetztenAntimonsulfurid, welchem zu Folge sich dem proportionalensiöchiomelrischen Verhältnisse »ach, leichter flüchtiges Autimon-chlorid, dann noch feuerbeständiges Schwefelquecksilbcr bildet,das erst bei angewendeter stärkerer Hitze sich sublimirt und denfrüher so benannten Spießglanzzinnober (tünngbarisÄntimonü) darstellt. — Die diese Bereitungsart vorschreibendenDispensatorien weichen in der zu nehmenden Quantität beiderZuthaten ab, die zwischen der oben angegebenen Menge derselbenund 3 Theilen Aetzsublimat gegen 1 Theil Schwefelantimon varii»