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schmelzen, ihr Krystallwasser verlieren, wornach wasserleereSessigsaures Bleioxyd in Form eines weißen Pulvers zurückbleibt,das bei stärkerer Erhitzung eine weitereZersetzung erleidet, indemeine neuerliche Schmelzung erfolgt, dann Kohlensaure und Ace-ton entweicht, nun wieder plötzlich zu einer weißen porösen Masseerstarrt, die zwei Drittel (basisch) essigsaures Bleioryd ist, jedochmehr oder weniger kohlensaures Bleioxyd beigemengt enthält, undzur vollständigen Zersetzung einer viel höhern Temperatur bedarf,wo dann größtentheils nur Blei im Rückstände sich befindet;durch Säuren, Salze uud viele andere Stoffe erleidet der Blei»zucker eine Zersetzung, daher dessen Anwendung als Reagens undZersetzungoinittel (pharm. Chemie S. >!08).
Die Reinheit des Blcizuckers ergibt sich aus der weißenFarbe, und gehörigen Krystallisirung, der vollkommenen Auflö-sung in destillirtem Wasser, dann daß die Auflösung mit eisen-blausaurem Kali versetzt, nur einen rein weißen, nicht aber röth»lichen oder blaulichen Niederschlag gibt, was einen Gehalt vonKupfer oder Eisen anzeigen würde; endlich auch von Weingeistvollständig aufgeuommeu werde, und diese Solution nichtsbrenzliches :c. wahrnehmen lasse.
Falls derselbe durch längeres Aufbewahren thcilweise ver-wittert ist, muß er auf die S. 306 beschriebene Weise wiederin entsprechenden Zustand verseht werden.
Das essigsaure Bleioryd wird in einigen Fallen innerlich,jedoch nur in kleinen Gaben wegen dessen giftigen Wirkung aufden Organismus, dagegen häufiger äußerlich und zur Darstellunganderer Präparate angewendet; insbesondere kommen hier anzu-führen :
n. ^oetaz ^ 1 u in l> i «ollltu»,
^luindum »coliouin sulutum, I^i^uor ^luwdi Äcetiei, 8c>Iutic»ncet»Ü5 plnwdi »czuoz», aufgelöstes essigsaures Blei-oxyd, Bleizuckersolution, welche nach Vorschrift erhal-te» wird, wenn man:
Krnstallisirtes essigsaures Bleioryd 2 Unzen indestillirtem Wasser 1 Pfund auflöset, und die be-wirkte Solution nach dem Filtriren aufbewahrt.
Selbe bildet eine faibenlose Flüssigkeit, die den eigenthüin-lich süßlich zusammenziehenden Geschmack des Salzes, dann ei»
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