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2 (1844) Pharmaceutische Präpratenkunde als Erläuterung der in der österreichischen Pharmacopöe enthaltenen, so wie der sonst noch am meisten gebräuchlichen, besonders der neuesten zubereiteten Arzneimittel
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stattfindenden Aufstoßens nur schwer von den fremden Metallen,die meist in Blei, Wisnntth, Zinn und Kupfer bestehen, gerei-«iget werden kann, so ist der Zweck obigen Verfahrens der, durchdas angewendete Quecksilbernitrat die beigemengten Metalle zuorndiren, welche weder für sich, noch durch das Quecksilber redueir«bar und feuerbeständig im Rückstände bleiben, während letzteresrein übergeht, indem das anfangs gebildete Oryd zerseht wird,daher zuerst Stickstofforyd, später auch Sauerstoffgas ent»weicht; die angegebene Vorrichtung hat wieder den Zweck, di«übergehenden Quecksilberdämpfe vollständig zu condensiren, waslheils schon innerhalb der angebrachten Röhre, vorzüglich in demwährend der Operation immer feuchten Papiercnlinder Statt findet,wodurch auch jene mehr kühl erhalten wird; nicht minder wirddurch das in der Vorlage befindliche Wasser das noch heiße Queck-silber abgekühlt, demnach, wenn solches nicht vorhanden wäre,sich solches zum Theil verflüchtigen, theils auch unmittelbar mitdem Glase in Berührung kommend, dasselbe leicht zerspringenwürde. Die Hauptsache zum entsprechenden Gelingen der Proze-dur ist, das Feuer gehörig zu regieren, welches weder zu starkseyn darf, damit sich nicht zu viel Quecksilberdampfe auf einmalentwickeln, die den Apparat und das in der Vorlage enthalteneWasser zu stark erhitzen, noch zu schwach senn, so daß eine un-vollständige Zersetzung des gebildeten Quecksilberorydes erfolgeund dessen Metall nnr ganz langsam verdampft werde, wo ohneErfolg Brennmaterial verschwendet und die Operation zu sehrin die Länge gezogen wird; endlich hat man hierbei auf eine gutgebaute und von strengflüssigem Glase verfertigte Retorte Rück-sicht zu nehmen. Mehr als die angegebene Menge Ingredien-zien auf einmal zu nehmen, ist der Gefahr der lange dauerndenErhitzung des Apparates wegen nicht rathsam.

Auch der Zusatz von Schwefel hat den Zweck, die Beimen-gungen des Quecksilbers in Sulfuride zu verwandeln, welche alsfeuerbeständig im Rückstande bleiben, doch enthalten diese auchgleichzeitig Quecksilber; außerdem braucht man stärkeres Feuer,um dasselbe abzuscheiden, besonders ist dieses der Fall, wennman Zinnober mit den obbenannten Zusätzen oder auch mit Men-nig erhitzt, welche, wie gesagt, an den Schwefel übergehen undso das Quecksilber frei machen, was nicht leicht in einer gläsernen,