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2 (1844) Pharmaceutische Präpratenkunde als Erläuterung der in der österreichischen Pharmacopöe enthaltenen, so wie der sonst noch am meisten gebräuchlichen, besonders der neuesten zubereiteten Arzneimittel
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Eisen pulver l Unze,

Weinstein 4 Unzen, werden vermengt, in einer ei»fernen Pfanne mit der erforderlichen Menge Brunnenwasserzu einem dünnen Brei angemacht, den man bei gelinder Wärmeunter beständigem Umrühren eindickt; die erhaltene Masse werdewieder mit Wasser angerührt und wie früher verfahren, wasman so lange wiederholt, bis das Eisen aufgelöst ist, woraufman aus der Masse, wenn sie die Eonsistenz eineS Enrakteserlangt hat, Kugeln eine Unze schwer formirt, die man trocknetund aufbewahrt.

Zu bemerken ist: Hat die Darstellung der Elsenkugeln keineEile, so kann man zweckgemäß, um Zeit und Kosten zu sparen,nachstehender Weise derart verfahren, daß man das Gemengevon Eisenpuloer und Weinstein in einem steingutenen Ge-fäße mit so viel reinem Wasser anrührt, daß hieraus ein nichtsehr dünner Brei entstehe, den man, das Gefäß an einen mögtlichst gleichmäßig warmen Ort gebracht, unter häufigem Um»rühren und Erneuerung des verdampften Wassers 14 Tage odernoch längere Zeit stehen läßt, wornach man erst die weitere Er-hitzung im Sand' oder Wasserballe unter beständigem Um-rühren vornimmt, und gleichfalls, wenn ^>ie Masse zu dick ge-worden, wieder warmes Wasser zurührt, nie aber so viel, daßein ganz dünnes Fluidum sich bilde, woraus sich das noch un»aufgelöste Eisen abscheidet und am Boden des Gefäßes ablagert,daher außer Berührung mit dem specisisch leichtern Weinsteinkommt; auch ist jede starke Erhitzung über freiem Feuer, wobeidie dickwerdende Masse nach allen Seiten umhergefchleudcrt wird,zu vermeiden. Die Operation ist beendet, wenn eine Probe derteigartigen Masse mit 10 Theilen heißem Wasser übergössen undzusammengerührt, kein graues Pulver mehr absetzt, sondern sichbeinahe ganz auflöset; wenn die Masse nun so weit eingedicktist, daß sie im überkühlten Zustande plastisch und nicht mehr anden Händen klebt, so werden aus selber mit ganz schwach beöltenHänden Kugeln (2 oder 1 Loth schwer) formirt, diese an einemwarmen Orte getrocknet und dann so, oder einzeln in Papiereingewickelt aufbewahrt. Sonst kann man auch derart ver-fahren, daß man I'/i Theil Eisenoxydhydrat, i Tbcll Eisenpulverund 4 Theile Weinstein mit warmen Wasser zu einem Brei an-