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die beschriebene Weise kohlensaures Eisenorpdul erhält, so ist esdoch ungemein schwierig, solches unverändert zu erhalten, dennschon während dem AuSsüßen, vorzüglich mit lufthaltigem Wasser,wird dasselbe rerändert, indem es unter Abgabe von KohlensäureSauerstoff aufnimmt, und in diesem Verhältnisse die Farbe »er»ändert, nämlich zuerst wie gesagt dunkelgrün, weiters rothbraunwird, und dann nur ein Gemenge von mehr oder weniger Eisen-oentzulcarbouat mit Eisenorndhndrat ist. Das Erhitzen mit Oelhat sonach den Zweck, durch den, während dessen Zersetzung, bilden»den Carbonwasserstoff — oder die Bestandtheile desselben — daögebildete Ornd in Orydul überzuführen, wahrend auch die nochvorhandene Carbonsäure theils ausgeschieden, theils zu Kohlenornd»gas reducirt und entwickelt wird; im Rückstande bleibt eine poröse,braunschwarze, stellenweise auch pfauenschweifartig glanzende, zer-leibliche, ein schwarzes Pulver gebende Masse, die aber keines-wegs reines Eisenoxndul ist, sondern, wenn die Erhitzung nichtgenugsam Statt gefunden, so bleibt noch ein Theil des Orn deSunverändert nebst der vom Oehle abgeschiedenen Kohle*) dem Ory-dul beigemengt, woraus das Präparat in der Regel bestehend, inden Apotheken angetroffen wird; wird dagegen die Erhitzung sehrgesteigert, so wird durch den vorhandenen Kohlenstoff das Eisen-ornd selbst zu Metall reducirt, wornach die Darstellung einesleinen Eisenoryduls eine der schwierigsten ?lufgaben der phar»maceutischen Praxis ist.
100 Theile des trockenen rothhraunen Präcipitates liefernö4 Theile des sogenannten Eisenmohres.
Man hat mehrere andere Methoden dieses Präparat darzu»stellen, die theils nach mehreren Pharmacopöen officinell sind,theils qls Verbesserungen in Vorschlag gebracht wurden; so wirdna chLemern als Einführer desselben als Heilmittel, eine beliebigeMenge Eisenpulver in einem gläsernen oder irdenen Gefäße mitreinem Wasser zu einem Brei angemacht, den man etwas ange-bäuft 2 bis 3 Tage lang der Einwirkung der Luft überläßt, darauf
') Wird dieses kohlenhältige Präparat noch heiß aus dem Tiegelgenommen und in Berührung der feuchten Luft gebracht, so zeigtes sich ungemein pyrophorisch, nämlich erhitzt sich — bei größerenMengen — bis zum Glühen, wobei es größtenteils in Oxydübergeht.