^
— 130 —
sprechender, statt Grünspan essigsaures Kupferoxyd zu nehmen,dieses in warmen Wasser aufzulösen, und diese Solution demdick eingekochten Honig genau beizumengen, wo man ein stetsgleichförmiges, unveränderliches und auch mehr angemessenwirksameres Mittel erhielte; denn bei jenem kann der Erfolg niesicher senn, besonders wenn man bald wenig, bald wieder vielvom Bodensätze bekommt.
Die Anwendung geschieht äußerlich, besonders bei Geschwü-ren im Munde der Kinder, was aber mit Vorsicht geschehen soll.
Das Eisen <M»rz) ist ein in technischer und pharmaceu-tischer Beziehung sehr wichtiges Metall, welches rücksichtlich seinesVorkommens, Gewinnung und Beschaffenheit, in soweit diesesvom pharmaceutischen Standpunkte aus, nämlich als Waarewichtig in der ersten Abtheilung des Commentars S. 5? u. s. w.besprochen, sohin auch angeführt worden, daß behufs der medi-cinischen Anwendung das Draht- oder Blech eisen aus-schließlich anzuwenden, da solches reiner als die übrigen nochim Handel vorkommenden Sorten ist; selbes findet theils mittel-bare — zur Darstellung einer bedeutenden Anzahl chemischer undpharmaceutischer Präparate — theils unmittelbare Anwendung;und zwar:
Ferrum limütum, Eisenfeile, gefeiltes Eisen, welcheserhalten wird, wenn man möglichst reines Stabeisen nnt einereigends hierzu bestimmten Feile feilt, und das so zerkleinerteMetall in wohl zu verschließende Glasflaschen aufbewahrt.
Die den Schlossern und anderen Arbeitern abfallende Eisen-feile darf zum medicinischen Gebrauche nicht verwendet werden,da das von selben bearbeitete Eisen nicht genug rein, insbesondereda nicht selten dasselbe mit Kupfer oder Messing gelöthet unddann gefeilt wird, welche fremde metallische Beimenzungen mit'telst eines Magnetes nicht abgesondert werden können, da auchlegirte Eisentheilchen von solchem angezogen werden; außerdemist solches häufig rostig und zum Theil oxndulirt, wie auch mitStaub und anderen fremden Substanzen verunreiniget.