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beider Salze ein Austausch der Bestandtheile, indem sich dasGold des Jods bemächtiget, während das Chlor an das Kaliumübergeht; sieht man aber jene als eine Auflösung des salzsaurenGoldornoes an und geht von der Ansicht aus, das Kaliumiodidwerde vom Wasser als hndrojodsaurcs Kali aufgelöst, so findetgleichfalls die Bildung des Goldjodids Statt, nachdem zuvor derSauerstoff des Orndes und der Wasserstoff der Hndrojodsäuresich zu Wasser vereiniget haben; da jedoch dasGoldoxnd 3 AtomeSauerstoff (S. 89) enthält, so müssen auch 3 Atome des Kalium-jodids, resp. hydrojodsauren Kalis des proportionalen Mischungs-verhältnisses gemäß zerseht werden; da weiter das, auf vorbesagteWeise, bereitete Präparat aus 61,2 Gold und 38,8 Jod besteht,die einem Atome beider Bestandtheile entsprechen, so muß unbe-zweifelt die Anfangs, wenn auch nur vorübergehend sich bildendeVerbindung von 1 Atom Gold und 3 Atomen Jod, da die Affinitätderselben nur schwach, eine weitere, wenigstens theilweise und imVerlauf der Operation sich vermehrende Zersetzung erleiden, undzwar indem Goldjodür nebst mehr oder weniger freiem Jod ge-fällt, Iodkalium, Jod und Goldjodid aber aufgelost bleibt, und inder That findet man, daß der Niederschlag während dem TrocknenJod verliert, wie auch die Flüssigkeit sich durch letzteres immer mehrdunkel färbt; dampft man sonach solche ab, so entweicht Jod, undGold bleibt zurück, wenn die Erhitzung stark genug war, außerdem nadelförmige Krystalle, die als eine Doppelverbindung, näm-lich Goldkallumjodid sich charakterisiren, welches sich vorzugsweisebildet, wenn man den Zusatz des Fällungsmittels zu weit vor-nimmt; woraus also zu entnehmen, daß nicht alles Gold in dasgesuchte Produkt übergeht, weßhalb man durch Destillation derMutterlauge Jod, und so auch durch weitere Erhitzung das Goldgewinnen kann. Die Menge des Produktes richtet sich nach demmehr oder weniger vorsichtigen Verfahren bei dessen Darstellung.Das Goldjodür bildet, gehörig bereitet, ein citronengelbes,sonst mehr oder weniger grünlichgelbes Pulver, das geruch- undgeschmacklos ist, außer es hängt demselben freies Jod an ; längereZeit der Luft ausgesetzt erleidet es eine fortschreitende Zersetzung,indem sich Jod entwickelt, weßhalb solches nicht auf längere Zeitvorräthig gehalten werden darf; schneller erfolgt die Entmischungdurch höhere Temperatur begünstiget; in kaltem Wasser ist eö