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geräumige Porzellanschale gebracht, worinnen man sie, zuletztunter beständigem Umrühren bis zur Trockenheit abdampft; dieSchale wird nun abgewogen, eben so das zehnfache Gewicht deserhaltenen Goldsalzes gereinigtes trockenes Kochsalzgenommen, dann dcstillirtes Wasser zugesetzt, erwärmt, bis dieAuflösung beider Salze erfolgt ist, welche filtrirt, in die reingemachte Porzellanschale zurückgebracht, dann die Abdampfung,zuletzt bei gelinder Wärme und bestandigem Umrühren mit einerGlasspatel vorgenommen wird, welches trockene Salzpulver nochwarm, wie angegeben, wohl verstopft an einem kühlen, dunklenOrte aufzubewahren ist.
Erläuterung. Wie aus dem früher Gesagten sichergibt, bildet sich beim Auflösen des Goldes in KönigswasserGoldchlorid, das nebst Salzsäure in Wasser sich auflöset,oder flüssiges saures salzsaures Goldoryd, das nachdem Abdampfen der Flüssigkeit zurückbleibt; das gebildete Gold»salz hat die Eigenschaft mit Chloriden Doppelsalze zu bilden,wornach also, wenn vom Kochsalz eine äquivalente Menge hin»zukommt, eine Verbindung gebildet wird, die man sich ausGoldchlorid, Natriumchlorid und Krystallwasser, oder aus salz-saurem Golooxyd und salzsaurem Natron zusammengesetzt denkenkann, jedoch im officinellen Präparate wird vom Kochsalz mehrangewendet, als in die chemische Verbindung eingeht, daheres als ein Gemenge besagter Dovpelverbindung und Natrium»chlorid zu betrachten ist; die freie Salzsäure entweicht, wennman hinreichend erhitzt hat, fast großtencheils.
Zu 100 Theilen salzsaurem Goldoryd, welche 64,4 TheileGold enthalten, sind 26,5 Kochsalz nöthig, um die besagte Dop-pelverbindung darzustellen, welche dann 148,2 Theile derselbenim krnstallisirten Zustande liefern; da nun auf 1 Theil des Gold-salzes statt 0,644, 10 Theile Kochsalz nach obiger Vorschriftgenommen worden, so ergibt sich, daß 9,36 Theile desselbennicht chemisch verbunden, sondern nur beigemengt enthalten sind,abgesehen von dem mehr oder weniger veränderlichen Wasserge.-halte der Zuthaten und des Productes.
Die übrigen Vorschriften zur Bereitung dieses Präparatesweichen in der Quantität des zu nehmenden Kochsalzes sehr ab;die meisten derselben lassen auf 1 Theil des in Arbeit genommene»