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lein starkes Kochen und bei Abscheidung des gebildeten ProdncteSkein heftiges Aufstoßen erfolge.
Man bemerkt, daß zuerst das auf dem Boden befindliche,im angewendeten Weingeist ungelöst gebliebene Jod durch die übe»'demselben befindliche kohlensaure Kaliauflösung verflüchtiget undvon der wieder über letzterer schwimmenden Iodtinctur aufgenom-men wird. Darauf erfolgt unter gelindem Aufschäumen Entwick-lung von Kohlensäure und eine Vermischung beider getrennterSchichten, endlich Absonderung kleiner glänzender Blättchen, diesich am Boden des Kolbens ansammeln, während auch die an-fangs dunkelbraune Flüssigkeit im Verhältniß des sich abscheiden-den Productes immer lichter wird; hat solche eine weingelbe Farbeangenommen, so kann man die Weingeistlampe entfernen und denKolbeninhalt unter öfterem Schütteln dem Erkalten überlassen,wornach sie auch ungefärbt erscheint
Das so erhaltene Präparat wird dann, wie gesagt, aufein Filtrum gesammelt und mit destillirtem Waffer ausgesüßt;aus dem mit letzterem zusammengekommenen absiltrirten Flnidumsammelt sich meist nach einiger Zeit noch etwas von dem Pro-ducte ab, das man wieder durch Abfiltriren der obenan stehendenFlüssigkeit gewinnen kann. Man erhält so von I Drachme 18 Gr.des Präparates.
Was den chemischen Vorgang bei Bildung desselben betrifft,so ist zu bemerken, daß Jod und aufgelöstes kohlensaures Kalikeine gegenseitige Reaction äußern; eben so wenig findet einesolche Statt, wenn trockenes kohlensaures Kali, Jod und Alko-hol erhitzt werden. Ist aber ersteres in Wasser aufgelöst, so fin-det eine partielle Alkoholzersetzung Statt, und zwar verbinden sich6 Atome Jod, 2 Atome Earbon und 2 Atome Wasserstoff zu derin Rede stehenden Verbindung; zugleich entsteht hydrojodsauresKali (Kaliumjodid), das in der Flüssigkeit aufgelöst bleibt undnach dem Verdampfen derselben gewonnen werden kann.
Verwickelter ist der Vorgang bei Einwirkung des Aetzkaliauf eine alkoholische Iodsolution; denn es bildet sich nebst Kali-umjodid auch jodsaures, dann ameisensaures Kali und Essigäther *),
») Die Bildung von Essigälh« ist auch nach der obangefühlten Meihodebemerkbar; denn unternimmt man die Operation in einer Re»