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2 (1844) Pharmaceutische Präpratenkunde als Erläuterung der in der österreichischen Pharmacopöe enthaltenen, so wie der sonst noch am meisten gebräuchlichen, besonders der neuesten zubereiteten Arzneimittel
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Commentars S. 129 u.s. f , seines Vorkommens, Gewinnung,Sorten und Charakteristik, so wie nicht minder der entsprechen-den Beschaffenheit und Untersuchung nach, umständlich beschriebenworden, daher hier nur anzuführen kommt, daß der zum medicinijch-pharmaceutischen Gebrauch bestimmte Schwefel eine blaß -grün-lich- gelbe Farbe, Seidenglanz, fast strahlige Tertur und musch-ligen Bruch besitzet, sich leicht zerreiben, in Aetzkali vollkommenauflösen, und so auch in einer Porzellanschale über einer Wein-geistlampe erhitzt ohne allen Rückstand verflüchtigen, endlich infein gepulvertem Zustande an die damit digerirte Aetzamoniakflüs»sigkeit nichts abgeben darf, was man nach erfolgter Sättigungmit Salzsäure und Zusetzen von Hahnemannscher Weinprobe er-kennt.

Anwendung. Der käufliche Schwefel wird hauptsächlichzur Darstellung mehrerer pharmaceutischer Präparate ; zumunmittelbaren medicinischen Gebrauche aber die käuflichenS chwefelblumen:

k'Iol'essull'urls ven»1e», auch Sch wefelblü the,sublim irter Schwefel, 8ullur zubliinütum vengle genannt,verwendet, die zwar früher in den Apotheken selbst durch Sublima-tion in dem sogenannten Aludelapparate, der aus einem irden»,Kolben nnd mehreren gleichen, über einander gestellten Baloncnbesteht, dargestellt wurden, wo der aus dem untern Gefäße inden obern Theileu durch Erhitzen aufgetriebene Schwefel sich impulverig- kleinkugeligen Zustande condensirte, jetzt aber durchden Handel bezogen werden, daher dieselben als pharmaceutischeWaare gleichfalls im 1. Bande des Commentars S. 135 nach dennöthigen Beziehungen erörtert wurden.

Bei Einkauf der Schwefelblumen ist nicht minder auf dieschön blaßgelbe Farbe, lockere feine Beschaffenheit, dann auf dasbeim Schwefel augeführte Verhalten, insbesondere auf etwaigenArsenikgchalt Rücksicht zu nehmen, welche, eine dergleichen schäd-liche Beimischung enthaltende Waare nicht medicinisch zu ver-wenden, sondern zu verwerfen, da deren Abscheidung umständlichund kostspielig ist.

Vor der eigentlichen Anwendung müssen aber die käuflichen,sonst gehörig beschaffenen Schwefelblumen gereiniget werden, wozunämlich, um