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desoi-ydirt wird, in dessen Folge sich Kohlenoxydgas wie auch Koh-lensäure bildet, der Phosphor aber frei wird; zu gleicher Zeitwird jedoch auch das bis dahin noch nicht verflüchtigte Wasser zer-fetzt, dessen Bestandtheile an den Phosphor übergehen, wornachauch gekohltes Phosphorwasserstossgaö entsteht, wodurch die Mengedes Eductes vermindert wird, das demnach nebst dem sich in Be-rührung der Luft entzündlichen Gase, jedoch nicht rein, sondernzum Theil mit Carbon verbunden, theils mit etwas gebildetemPhosphororyd verunreiniget übergeht und sich in der Vorlage con-densirt, weßhalb die angegebene Reinigung erforderlich, wo imLeder das entstandene Phosphorcarbonid und Ornd zurückbleibt.In der Retorte bleibt der entstandene phosphorsaure Kalk milderunverändert gebliebenen Kohle gemengt.
Eine Berechnung über die Menge des aus einer bestimmtenMenge angewendeter Knochen zu erhaltenden Phosphors läßt sichnicht machen, denn solche hangt von dem Grade der Trockenheitdes sauren phosphorsauren Kalkes, dann von der mehr oder min-der vollständigen Zersetzung in der Hitze ab, demnach je mehrPhosphorwasserstoff sich bildet, um so geringer ist die Quantitätdes beabsichtigten Eductes, u. s. w.
Wegen der umständlichen, langwierigen, und zum Theilschwieligen Operation der Phosphor-Ausscheidung wird derselbekaum in den gewöhnlichen pharmaceutischen Laboratorien, son»dern fabrifsmcißig dargestellt, weßhalb ihn auch die meisten aus-ländischen Pharmacopöen als phormaceutische Waare aufführenund demnach durch den Handel zu beziehen erlauben, wo er inBehältnissen von Weißblech, deren übrige Raum mit Wasserangefüllt, versendet wird; da aber derselbe durch das längereVerweilen in Wasser seine Durchsichtigkeit verloren, mit einerweißen Kruste überzogen, wie auch nicht immer sorgfältig gerei-niget worden, so ist es nöthig, den käuflichen Phosphor vor derweiteren Anwendung sowohl auf seine entsprechende Beschaffen-heit zu prüfen, wie auch selben nachstehender Reinigung zu un-terwerfen.
Hat nämlich der Phosphor bloß durch längeres Verweilenin Wasser seine äußere Beschaffenheit verändert, ist er daher miteinem weißen oder rechlichen Ueberzuge umgeben, so wird er aufnachfolgende Weise vollkommen ungefärbt und durchscheinend dar-