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Salpetersäure verhält sich zum Iodamylum wie gegen dessenBestandtheile; ein merkwürdiges Verhalten zeigen die Queck-silbersalze, insbesondere QueckMernitrar, indem dessen Farbebei Hinzukommen des letzteren alsogleich in roth, wegen Bildungvon Quecksilberjodid, umgewandelt wird.
Das mittelst Starkekleister auf die letzt beschriebene Weisebereitete Iodamylum unterscheidet sich vom obbeschriebenen Prä'parate hauprsachlich dadurch, daß es keinen Iodgeruch besitzt,an der Lufl gänzlich unverändert bleibt, daher in weißes Papiereingewickelt, dasselbe nicht im mindesten gebräunt wird; mitWasser erhitzt nickt leicht verändert wird, eben so haben Alko-hol und Aether selbst mit Hilfe der Wärme nur wenig Wirkung,jedoch mit Quecksilbernitrat zusammengebracht, wird es gleich-falls verändert und roth gefärbt.
Dasselbe wird theils für sich, theils mit anderen Zusätzenin Pulver» wie auch in flüssiger Form verwendet, zu welch letz-terer sich das kleisterige (ungecrocknete) Präparat vorzugsweiseeignen, da es gleichzeitig als ein schleimiges Mittel, in größerenGaben verordnet werden kann, und leichter assimilirbar als jenessenn dürste
Die übrigen noch zum arzneilichen Gebrauche in Vorschlaggebrachten, mehr oder weniger in Anwendung gekommenen Jod»Verbindungen, wie mit Schwefel, Ar'enik, Eisen, Zink, Kaliumu. f. w. sind unter den dießfälligen Stoffen erläutert zu finden.
4. ?Il08pIioru8.
Der Phosphor ist gleichfalls ein einfacher ametallischerKörper, der zwar in allen drei Naturreichen, aber nicht isolirt,sondern orydirt in weiterer Verbindung wie an Kalk, Eisen-,Blei» und Kupfcrornd gebunden, eben so in den Knochen derThiere, im Urine und in mehreren Psianzentheilen vorkommt,demnach durch die Kunst aus seinen Verbindungen abgeschiedenwerden muß. Die österreichische Pharmacopöe gibt zu dessenDarstellung nachstehende Vorschrift-
Weißgebrannte und gepulverte Säugetbierknochen 3 Pfd.,
Brunnenwasser 6 Pfund,werden in einem Gefäße von Steingut oder Holz, zu einen Breiangerührt, und selben nach und nach unter beständigem Um-