Druckschrift 
Thomae Fulleri Pharmacopoeia extemporanea oder die sichere, vollständige und auserlesene Apotheke : worinnen mehr als tausend Hülfsmittel zu finden, die bey allen dem Menschen zustossenden Krankheiten, sicher und mit Nutzen gebraucht werden können ; zum allgemeinen Besten derer, so auf dem Land und entfernten Orten wohnen
Entstehung
Seite
509
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

und auserlesene Apotheke. 5QY

thue dazu: weissen Wein, vier Pfund: Zimmet,ein Loth: Nagelein, zwey Qumtlein: Muska-tenblüth, vier Scrupel. Laß alles vier Tagewarm über einander stehen.

Was vor Krafft der Stahl dem Wein mit-theilen tan, besitzt gewiß dieser es aufrichtig.Einige, weilen der Nutzen des Stahls haupt-sächlich ist, daß er die Saure dampfe, verbie-ten sehr ihn mit einer Saure zu prapariren;wenn sie aber ihrer Meynung nicht so viel zu-gaben , und mehr von der Erfahrung erlerne-ten, s» würden sie gewiß finden, daß der saureSchlüssel der tüchtigste, und vor allen andernder beste, das Eisen aufzuschliessen. Von denKrafften aber, des Stahls, besiehe das Stahl-Pulver nach. Doch will diß noch hinbey fü-gen , wenn man die Haupt Absicht hat das ver-dorbene Ferment des Magens zu verbessern,so soll man lieber das Pulver oder Latwerge ge-brauchen , wann man aber die Absicht auf basGeblüt, und vornehmlich die übrige Beschaf-fenheit des Leibs hat, so soll man lieber denWein erwehlen.

Die Dosis ist sechs Loth, zweymal des Tags.

Urintrcibcnder Wein.Nim weissen wein, zwey Pfund.

voermuchsalz, zwey quintl. Mische es.Es ist ein bekanntes und bewahrtes Mittel,wider die Wassersucht, aus einem halben PfundWermuth und Pfriemen Asche bereitet: da aberder Wein nichts anders aus der Asche herausziehen tan, als das fire Salz, so ist offenbahr,

daß