lQ8 Die sichere, vollständige
kungen ist es ein Specificum wider den weissenFluß, wenn er aber schon gar zu lange ange-halten hatte, so halte lch dafür, daß er unhcil-bar seye. Wenn gehörige Mcdicamenten zumVoraus gesetzt worden, so ist die Dosis dreyQuintlein zweymal des Tags eine lange Zeit zugebrauchen.
Den weissen Fluß richtig von einem Mutter-gcschwür, und Tripper zu unterscheiden, ist schonder Mühe werth. Bey dem weissen Flusse befin-det sich Lähmigkcit, und beschwerliches Lendenwe-he, die Feuchtigkeit, die heraus fließt, ist weißlich,bißwcilcn mitunter gelblich, wässerig, mehr auchweniger rotzig und schleimig, bey dem Anfangedieser Krankheit ist dle Materie ohne Geruchund gelind, nach und nach aber wird sie scharfund beißt die haut auf.
Bey einem Muttcrgeschwür wird ein Schmer-zen und Veissen in der Mutter gcspührt, unddas gleich von Anfang der Krankheit. Die Ma-terie, die heraus tröpfelt, ist scharf, wäßrig, blu-tig, oder weiß eitericht, und bleichllcht, auch oftstinkend.
Bey dem Tripper ist ein heftig- brennenderSchmerzen bey dem Urinlassen samt einer Harn-strenge , welche unter dem Harnen ärger wird.Die Menge, die wegfließt, ist etwas weniger alswie bey dem weissen Flusse, aber viel dicker, vonAnfang weiß, hernach gelb, grünlicht, scharfund beisscnd, doch selten stinkend. Die Schamwird Mtt einer schleimichten Materie besudelt,und wird oft davon ge'schwürig.
Der Tripper kan ganz gewiß von dem Mut-terfiusse unterschieden werden, weilen er zur
Zeit