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2 (1772)
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in den Apotheken.

5?i

P l a tz g o l d.

Paris Dispensl

Thue ein Quentchen Goldsiaub mit einer halben Un»ze Königswasser, das erst vor kurzem zubereitetworden, in eine in Sand gestellte Maliasse.Wenn das Aufiösungsmittel aufHort zu würfen,so setze noch so viel Königswasser hinzu, als zurvölligen Auflösung erfordert wird. Verdünnedie Auflösung mit zehnmal so viel warmen Was»ser, und tröpfle sodann Weinsteins! hinein, bisdas Aufbraujen und der Niederschlag aufhört,iasse sich alles setzen; g«ße die oben auf stehen»de Feuchtigkeit ab, wasche das niedergcschla»gene Pulver so lange mit warmen Wasser ab,bis es ganz< ohne allen Geschmack ist, undtrock«ne es hernach (*)

Dieses Pulver muß mit der äussersten Sorgfalt ge-trocknet werden, weil es sich schon bey einer mäßigenHitze mit einer großen Heftigkeit entzündet. Und ebendieses geschiehet, wenn man es auch nur stark reibt.Man hat es wegen dieser Eigenschaft playgold genen-net, und sie ist die einzige Ursache, warum man itzt dieseBereitung noch verfertiget, ohnerachtet es auch als«in schweißtreibendes Mittel zu einigen Granen in Fie«bern empfohlen worden. Gewisser ist es, daß es alsein Purgiermittcl, und dieses nicht allemal allzusicher,

wür-

(') Nach einiqen neuem Scheidekünstlern'muß, wenn derGoldmederschlaq platzen soll, entweder das Konigewas,ser mit S^lwak bereitet, oder der Niederschlag mit stüch-ligem Mali gemacht werden. A. d, Ueb.