Ausübung der Apothekerk,mst. Fünftes B>«l). 553
Pillen wider einen Rausch und l^leberladnng.
Man nimt Dakrydium und Hieraspccies, von iedem zweiOuentcken; SocoterischeAloe, eine halbe Unze; Wür,nelkenöl,zehen Tropfen; macht es nut einer hinlänglichen Menge Safran«syrup zu einer Pillcnmasse.
Diese schicken si6) nach ieder Ueberladung oder unoer«baulicher Speise und Trank zu nchmeu, und sind wenig vonder gemeinen Hiera verschieden, außer daß sie wegen des Scam»moniums etwas lebhafter würken, Sie tonnen früh morgens,fünf Stück auf einmal, wenn aus iedcm Quentchen zehen Pil-len gemacht worden sind, genommen werden. Desgleichensind sie dienlich zur Verhinderung der Gicht, und vieler an-derer Krankheiten, die umer denenienigen häusig sind, die aufeinem hohen Fuße leben.
kNulae Oatliolicae.Alt katholischen, oder: Nniversalpillen
Man nimt Cochiaspillen, ein Quentchen; von R»diu»Extrakt,zweenScrupel; Ialappcnharz, einenEcrupcl; Anies-öl, zween Tropfen; macht es mit einer hinlänglichen MengePeruvianischen Balsams zu Pillen..
Diese verdienen es ganz wohl, daß sie, so als ein ge-wöhnliches Purgiermittel gemischt, in den Apotheken fertiggemacht aufbehalten werden; indem sie sich ziemlich für diemeisten Falle schicken, die eine Abführung nöthig haben. Odersie können so gemacht werden;
kl'»!»«. — —Andere. » —
Man nimt Cochiaspillen, und von des Rndiu« Extrakt,von iedem ein Quentchen; Ialappcnharz und Calomcl, voniedcm ein halbes Quentchen; Würznelkcnöl, drei Tropfen;Peruvianischcn Balsam, so viel, als genug ist, es in Pillen zubringen.
Diese würken noch etwas heftiger, als die vorige», undschicken sich für die meisten, die ein Purgiermittel nöthig ha-ben. Wenn man aus iedem Quentchen zehen Pillen gemachthat; so sind vier Stück davon für die meisten Leibesbe.schaffen!) ütcn zur Gabe auf einmal genug; und für schwach«ticke Personen kann die Gabe verhältnißmäßig verringertwerden.
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