464 Ausübung der Apothe°erkunst. Fünftes Buch.
Korinthen, acht Unzen; gießet es kunstgemas auf, nnd kochtes in Wasser, in zwölf Pfunden davon zu sechs; nachdem eskalt geworden, wirft man ein halbes Pfund ungelöschtenKalt hinein, läßt sichs setzen, gießec das Klare ab, nnd ver.wahret es in Flaschen zum Gebrauch.
Dieses soll große Erleichterung verschaffen, bei Flüssen,Kröpfen, Harnfiuß und fließenden Geschwüren. Es ist ohneZweifel ein gutes versussendes, Mittel, wie man aus den Ei«genschaften des lebendigenKalches und der Sarseparillemuch«Massen; kann.
DucoÄum eclulcoiHNl.«,Verfassendes Detot't.
Man nimt Carseparille und Chinawurzeln, von jedemdrei Unzen; gelbes und rothes Sandelholz, von jedem sechsQuentchen; macht einen Aufguß, und tocht es m zwölfPfnn«den Wassers bis zur Hälfte ein, und seihet es alsdann durchzum Gebrauch.
Dieses kann man für diejenigen, die es geschmackhafterhaben wollen, mit Zucker versüssen. Und man sollte es zumgewöhnlichen Trank bei allen Übeln Leibesbeschaffe^heiten ma«chen, als: bei Wassersüchten, Aussatz, und venerischer An-steckung, und bei solchen, die von allzuvieler Feuchtigkeit,oder von allzuscharfen und salzigten Saften Herruhren. Ab»gekochte Tränke von dieser Art, die aus harten Ingredienzienbestehen, sollte man einige Stunden vorher eingeweicht stehenlassen, ehe sie ans Feuer gesetzt werden, damit sie recht durch«gezogen werden, emsaugen und ihre Kräfte desto besser vonsich geben.
Da» heilige Dcrockt.
Man nimt Hciligholz, eine Unze; kocht es bis auf zweiin vier Pfunden Wassers ein; thut, wenn es halb eingekorbtist, eine Mze Rosinen und zwei Quentchen Spanischen Süß«Holzsaft darzu; und seihet es durch, zum Gebrauch.
Wollte man dieses zusammenziehender haben, so könnteman zwei Quentchen Japanische Erde hinzuthun, und, stattdes Süßholzsafts und der Rosinen, rothe Rosenkonftrvc. Esist ein gutes versussendes Mittel und kann als ein gewöhnli-ches Getränk zu allen unter dem vorigen erwähnten Absich-ten gebraucht werden.