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2 (1785)
Seite
461
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Ausübung der Ap-thekerkunst. Fünftes Buch. 461

Dieses führt den Namen von dem Erfinder des Diascor«d/ums, einem berühmten italiänischen Arzrc; lind Dr, FüllerM: daß es recht göttliche Eigenschaften wider den Durch»fall besitze. Denn es stopfet auf die kraftigste Art, und fastmehr als sonst etwas, tränte Stühle und Leibschneiden, undist von großem Nutzen in Fiebern die mit einem symptomati»schen Bauchfiusse vergesellschaftet sind. Man verordnet allerzwo bis drel Stunden, oder nach jedem Stuhle, drei bis vierLöffel voll. Man hat auch noch ein anderes, unter dem Ti-tel: des Fraiiajlarlus kleineres Dckottz es ist aber von die»sem in nichts wesentlichem unterschieden, ausgenommen, daßes das Diakodium nicht hat, daher es nicht so start zusam-menziehet.

Masiirdekockt.

Man nimt Masiir, eine Unze; Mustatblumcn, ein Quent-chen ; und das unterste von einem gut gebackenen weißen Bro»de: kochet alles in einer Abkochung von gebrannten Hirsch»Horn, die sich gesetzt und abgekläret hat, und zwar drei Pfundedavon bis auf zwei; nachdem es durchgeseihet, thut mau vierUnzen rothe Rosenkonscrve darzu, die man vier Stunden langheiß aufgießet; alsdann seihet man es durch Flanell, undthut zwo Unzen starkes Zimmetwasser darzu.

Dieses besitzt viel von den Kräften des vorigen, und wirdzu den nämlichen Absichten, in gleichen Gaben gebraucht; so«ie auch folgendes:

DecoÄum rellrmFen«.3usammcn5ltbendcs Derockt.

Man nimt grüne Eichenrinde', die man von den kleinenAesten abgeschälet hat, vier Unzen; kocht sie in dem weißenTränke, den man hat setzen und sich abklären lassen, undzwar vier Pfunde davon bis aufzwei; gießet es siedend Heißlaufzwei Quentchen pulverisirten Zimmet; ein Quentchen Mus»katnuß; Muskatblumen und Würznelkcn, von jedem ein hal-bes Quentchen; und nachdem es fält geworden, seihet manes ab, und versüßet es mit Quittensyrup.

Unter allen den vorhergehenden abgelockten Tranken indieser Abtheilung hat man die Wahl, von dem gelindesten biszu dem würksamsten zusammenziehenden Mittel. Der ausüben-de Arzt kann sich demnach desjenigen bedienen, was er, nach,Erfordermß der Umstände, am schicklichsten findet.