Ausübung der Apothekcrkun st. Fünftes Buch. 457
von sich geben. Daher auch diese Arzneigeflalt eigentlicht/os in der Absicht, um ein erweichendes Mittel zu haben,verschntben werden kann; wiewohl etliche wenige davon auchzu andern Endzwecken von uns angeführet worden sind, dieaber doch nichi so schicklich und gebräuchlich sind. Auch Ocletonneu vermineist eines Eles und ein wenig Terpentuibalsamunter dieses Kapitel gebracht werden, und geben, wenn siegehörig und wohl behandelt werden, ein fürttefliches Arznei«nu.le! ab, wie wir aus einigen folgenden Beispielen sehenwerden.
^auptsiärkcnve Tränkchens:
Fclocypresi'endcr'ob'l.
Man nimt getrocknete Feldcypresse, zwo Hände voll;Otöchasblumen, zwei Quentchen; männliche Pöonicuwur-zeln, eine Unze: kocht es in drei Pfunden bis auf zwei; sei-het es durch, und thut Löffelkraut und Lavendclgeisi, von je-dem eine Unze, darzu; wohl untereinander'gemischt.
Dieses wird empfohlen, eine Zeitlang bestandig fort zutrinken, nämlich: ein Viertheil einer Pinte dreimal des Ta-ges, mit zwanzig Tropfen Salmiakgeist, um dadurch dieGicht, und Krankheiten des Haupts und der Gelenke zu ver-hindern.
ümullio ?aeam»t».Päomenenn'.lsion.
Man nimt ausgehülsten Paoniensamcn, eine Unze; de»siillirtes Rautcnwasser, schwarz Kirschwasser und zusammen»gesetztes Paomenwasser, von jedem sechs Unzen; unb machtmit anderthalber Unze Pcrlenzucker eine Emulsion, kunst-genias.
Diese Vorschrift sieht beim Baees als eine von seinengebräuchlichsten in seiner Praxis angemerkt; und ein gewisserangejMner Arzt pflegte sich derselben allemal als eines Hülfs-mittels zu bedienen, bei allen Nervenzufällen, uud wo dasHaupt mit Echlagfiüssen bedrohet wurde, bei Epilepsien unddergleichen; man darf sich aber nicht allein darauf verlassen.Es kann nach Belieben getrunken werden.
TmuXiu l'Ueoiiillt,' k'uüeri.Dr. Füller« Päonienemulsion.
Man nimt Päonien- und weißen Mohnsamen, und ab-gezogene Mandeln, von jedem eine halbe Unze; feinen Hut-