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2 (1785)
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Z72 Ausübung der Apothekerkunst. Viertes Buch.

dem zwo Unzen; Polyckrestsalz, zwei Quentchen; pulverisie»tes Koloqümtenmark, eine Unze; Würznelienol, zweiQuent-chen. Die Aloe und das Scammoninm reibet man mir demSalze zu «»cm Pulper, thut alsdann die Coloquimen unddas Ocl hinzu; und macht endlich mit dem Arabischen Guin-nnschlcime eine Masse daraus.

Diese Pillen purgiren sehr stark, Sie werden gcmcimg«iich gebraucht wo heftig würkcndc Purgiermitte! nöthig find,in Gaben von einem Scrupcl, oder einem halben Quentchen;und zuweilen zween Ccrupeln. Ein halbes Quentchen vondenen aus der Londoner Pharmacovö'ie enthält ungefähr vierGrane Coloquintcn, Aloe und Scammonium, von jedem achtGraae. Die nämliche Menge von denen aus der Edinburgh!»schm sieht ziemlich in gleichen Verhältnißen. .

Isslappenpillen.

Man nimt Ialappcncrtrakt, zwo Unzen; aromatischeSpecies, eine halbe Unze; einfachen Eyrup so viel, als hin«länglich ist, um es in eine Pillenmasse zu bringen.

Eröffnende Pillen.

Man nimt von den aromatischen Pillen, drei Unzen;Rhabarber, Enzianertrakt, Stahlsalz, von jedem eine Unze;Mermuthsal;, eine halbe Unze; reibet es untereinander in ei-ne Masse mit öffnenden Rosensyrup ,

Diese Masse ist schwer in d<e gehörige Konsistenz zu brin.gen, indem die beiden Salze aufeinander würben, und siedadurch in die Hohe treiben und brocklicht machen Ob aberschon das Laugmsalz darzu gebraucht wird, so erweiset sichdoch diePille ganz und gar nicht laugenartig; denn dieSämedes Stadlsalzcs verlaßt ihr Metall, und vereinigt sich mitdem Alkali, so, daß ein vitriolisirter Weinstein daraus wird:daher einige den Vorschlag gethan haben, daß man statt derbeiden hier vorgeschriebenen Salze, eine Unze von dem bereitsfertig zn habenden vitriolisirtm Weinstein, und eine halbeUnze irgend eines Eiscnkalches, nehmen solle: dieses verhin'dert, wie man bemerket hat, die oben angeführte Unbequem»lichkeie, obne daß dadurch die geringste merkliche Venfüde«rung in Ansehung der Beschaffenheit der Arznei hervorgc«bracht wiro.

Diese Pillen werden sehr schicklich Ctahlpillen genannt,wegen des Stahlsalzes, das eine von den würtKmstcn Zube»reitnngen dieses Metalls ist, und sollen der in ber Ucberschrift