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2 (1785)
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Ausübung der Apothekerkmist. Viertes Buch. 257

daher es in Dnrchfallen dienlich befunden wird, um die Schär«fe der Säfte abzustumpfen, und die Gedärme und Oefnun-gen der kleinern Gefäße mäßig zusammcnzuzichen. Es kann voneinem Ccrnpel bis zu einem halben Quentchen gegeben, undfünf» bis sechsmal des Tages mitNutzen wiederholet werden-

L. O. Lxtra5tum Uzi'.i (^»mxecbenliz.LampescheholMtrat'l.

Es wird auf die nämliche Art, wie das Ialapvenextraktbereitet; nur daß statt des rcktificirten Weingeisis und desWassers, die gchlfrige Menge Probcgcisidarzugcnommen wird.

Auf eben die Art wird auch das Extrakt der Peruviani»sehen Rinde brreitet.

I« O. üxslAÄum ^orticiz ?eru«l2ni, lnolle et ciurum.zveicke» und hartes Peruvianische« Rindenextrakt.

Man nimt pulverisirte Peruvianische Rinde, ein Pfund»Wasser, zehen bis zwölf Pinten; läßt es eine bis zwo Stun-den lang kochen, und gießet das flüssige ab, das lotk undklar seyn wird, so wie es aber erkaltet, gelb und trübe zuwerden pflegt. Man gießet die nämliche Menge Wasser noch»mals auf die Rinde, und läßt sie, wie z»vor, kochen, unddas wiederholet man so oft, bis die abgegossene Flüssigkeitnach dem Erkalttn helle und klar erscheinet. Hierauf mischetman die verschiedenen Flüssigkeiten zusammen, lasset sie übereinem überaus gelinden Feuer bis zur gehörigen Konsistenzabdämpfen, und suchet sorgfältig zu vermeiden, daß.sie kei-nen angebrannten Geruch erhalten.

Dieses Extrakt wird auf eine doppelte Art und unter ei-ner zwiefachen Gestalt bereitet: davon das eine von weicherBeschaffenheit und ve-n einer solchen Konsistenz ist, die sich zuPillen schickt; das andere aber hinlänglich hart, l ,n cs pul«verisiren zu können.

Diese Zubereitungsart des Rindenextrakts ist leichternndnicht so kostbar, als jene, die gewöhnlichcrwcise mit Wein-geist geschiehet, Es ist aber dicFrage: welche von beiden dastriftigste Arzneimittel liefert. Dr. Pembcrwn behauptet ins >ncr Neberschung ihres Apothekerbuchcs, daß die Meinungdes Londoner Kollegiums dahin gehe: oaß dieses Extrakt alleArzneitheile der Rinde enthalte, und in anderer Rücksicht je.nein vorzuziehen sey, das mit Weingeist gemacht wird;' «udDr. ^cu?lZ hingegen theilet in seinen Anmerkungen s^cr dasEdinburgh/sehe Apothekcrbuch folgende Versuch«' nur, die,wie er sagt, ausdrücklich diescrwcgen gemacht und angestelltworden ßnd.

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