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2 (1735)
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4)6 Das »echs und achtzigste Capitel.

zeit nicht haben. Ist also der urin so wohl in diesem als andern zustanden einbetrugliches und ungewisses werckmahl. Das beste Mittel die schwangerschafftrecht zu erfahren, ist eine erfahrne wehe,mutter,wann solche zu du langet«

Das sechs und achtzigste Kapitel.

Vom Unricht - Gehen oder Abgang des Kinds.

5^05 nichts förchtet sich eine schwangere frau mehr, als daß sie unglücklich^lt werden, und einenadgang des kindes erfahren möchte. Dahemwü ei,<^5 ^^ schwangere ftausich um so viel mehr bestreben, so viel an ihr lst, keineGelegenheit zu solchem abgang zugeben; welches gar leichtgeschehen kan,wannße »t.va gar zu schwehr hebet und tragt,oderdie Hände über den kopfhinaus stre-iket, dann durch die aussireckung werden die bänder der mutter auegedehnetsund müssen nothwendig nachgeben.^

Diesen unzeltigen abgcmg befordertauch ein widriger gestanck von einemsttnckenden öl licht; ingkichen schrecken, zorn, fallen unzeilige aderlaß, über,MlgeradM'g der monatlichen zeit, ruyr,. co/ic, durch/auff«.

Hierzu conu/bil/ret auch v/eldle äussere lufft, dann wann diese übel be-schaffen, befördert sie gleichfalls den abgang. Htevon redet ^ippocrnez gavnachdencklich: wann der wwter warm» regnerisch und gelinde ist, hingegen derfrühltngkalt und trocken, so bekommen die weider gar leichtlich einen abgang ;hingegen dlejenlge, welche auf den frühling aufgerechnet, die bringen gemeinig-lich schwache undkränckllche kinder, die entweder gleich sterben, oder fthwachvndkräncklich bleiben. . » ^

Dergleichen unzeltigen abgang ran eine schwangere fraugarwoh/mer-cken, wannsienureinwenlgwilldarausachtung geben; dann die brüste gantzvlötzlich dünne werden/und gleichsam schwinden, zuweilen auch die milch fiies-sen lassen. Bey diesen umstanden darffman keckllch glauben.daß ein schwachlind vorhanden; dalm gegenthellje harttr dlebrüstsmd, je gesunder undstar-eÖ^ lst d« frucht.

Begiedet es sich, daß die frau alle monatlhre zeit hat- dann ist das kind ge-meiniglich nichtrechrgesund,daher geschichts zuweilen,daß bey starcken welbs-uersoneil dergleichen sich äussert ohne schaden der frucht.

Wann du nun dergleichen abgang befürchtest, so lasse zuvorderst alsbaldnach der helsste eine ader auf dem arm dann, dadurch bekommt dasgeblütluffe,und wird die kramvsiate bewegung re5olvirt. Aufden magen lege ein geröstetbrod mit zimmet und nägelgen bestreuet, und mis gutem brandtewein ange-sucht^ Bor verstopffung must du dich sonderlich hüten,doch aber keine starcke^^ pur-