von der V«llblütlgkelt und Blut, Flüssen.
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genannt, ja es gerätl, das geblüt hie und da ins stecken, und werden dadurchdie natürliche secretiones und ausführungendesunraths, welcke.doch zur er-hallung der gesundheit, und insonderheit zur reinigung des geblüts höchst-nolhig smd, gehemmet und verhindert, daß nothwendig vielerley kranckhel«ten daraus erwachsen müssen. Nun suchet freylich, wie jetzt gemeldet wor,den, die vorsichtige Nalur diesem bevorstehenden und über ihrem Haube scf we,bcnden Unheil, durch allerhand von ihr selbst erregte blut, fiüsse, welche nachdem unterscheid des alters, bald an diesem bald an jenem o« erwecket werde«/vorzubeugen, oder abzuhelffen; allein weil sie nicht allezeitohne vieleincom-mc,6ität damit zum zweck kommen tan, so wäre wohl das beste Mittel, daß dermensch eine rechte masse im essen und trincken in acht nehme, und ihm eine ge-bührende mmwn zulegte. Doch weil man jenes heutiges tages wenig beob-achtet, und dieses auch nicht viel geschiehet, oder wegen contrairer lebens,artdaman vlelsitzen muß, nicht kan ins werckgesetzt werden, so muß man noch»'wendig dem geblüt durch aderlassen oder schrepffen lufft machen. Wobey aberdiese Unbequemlichkeit sich befindet, daß die natur sich Zar bald daran gewöh-net, und solche durch die kunst ihr geleistete hülffe allezeit conrinuiret habenwill. Massen sonsten, wann man das aderlassen oder schrepffen übergehenwollte, gar leicht eine volldlütigkeit wiederum vorhanden seyn würde, welchehernach aufelne andere und gefährlichere weise, wo man ihr nicht beyzeitenräum machete.durch allerhand blut, stürtzungen ihr einen ausgang suchen dörffste, wie solchesdie tägliche exemvel bezeugen.
Inzwischen ist doch dlßfalls kein ander mitte! vochgndenMd solldannenherodas aderlassen in frühlings<und herbst-zeiten, wann tag und nachtglelch ist, dreyblß vier tag vor dem neumond geschehen, und st/ore b/^ ins hohe alter conti-nuiret werden. Und da lasse man sich ja nicht irre machen, wann man auchgleich von einer hagern leides, conttitluiun, und eben nicht so roth im gesicheseyn solle, als in welchen fällen man gemeiniglich solche reden hören muß: mansoll ihm das geblülh eher in den leib hinein knuffen, als herauslassen; dann esvfteyensolcke Personen gemeiniglich mit grossen aufgetriebenen ädern versehenzu seyn, und dahero ebenso viel geblüt zu haben als andere die noch so corpu-lent sind, und ihr melstes geblüt im fleisch tragen, deßwegen sie dann nicht ohneschaden diese einmahl angewohnte evacuatiun und auslassungdesgebluts un-terlassen können. Auch ist dieses hierbey zu mercken, daß leute die an den oberntheilen des leides ihre mcommoclitXten besindm,melstens mitgutcn lucceä deraderlassen aufdem fuß. andere aber, die unten ihre beschwehrden haben, aufdem arm derselben mit nutzen sich bedienen. Diejenige hingegen, die bren-nen und beissen inder haut fühlen, und dabey sehr corpulem sind, empfindenöffters mehrsouIgZelnelit von dem schrepffen als aoerlassen, welches aber nach-
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