Von Entzünd, und Verwirrung des Haupts.
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Vordem anfallempfindet der palient grosse kopfschmertzen, verstopffungdcs leldcs und etliche schlaff, lose nachte / darauffolget dann ein deständiZeepliüntasirei,, schlafflosigkelt, durst, ein feurig und aufgeblasenes angesicht, ver-haltung des urins, der patlent liegt gleichsam als ein klotz da, und bewegtsichnicht, nur allein die äugen funckeln und sehen trotzig aus.
Die Haupt. Ursache ist eine starcke entzündung der Hirn-Häute welche vondem dahin hauffgeilend -undendlich stockendem geblütursprünglich kommet,uno wann solches in den ersten z. tagen nicht zertheilet, und fiüßtg gemachtwird/ so nimmt die entzünduug mehr und mehr überHand, und folgen endlichgardaraufdie gichter, oder wo diese wegbleiben, eine tuvtliche schlaff ucht, oderwo patieuten ja davon kommen, so behalten sie eine beständige manigm oder un-sunn »keit. sticht allein aber wird dieser zufall wegen der vollblütigkeit erre-get, sondern er entstehet auch, wann man inhchigen fiebern zur unzett zur aderlässet; dann dadurch wird dienalur angereitzel, daß sie cü cg 6le« clitico», oderun, ote zeit, da sich olekranckheit breche«, solle, eine» gleichen auswurff vorzu-nehmen sucht, welches aber selten mit glücklichen fortgang zu geschehen pflegt.Hierzu hllfft nicht wenig, wann der palient mit allzu hitzigen artzencuen traKi^ret, oder die ausdunst-undausführung des schweisses nicht wohl in acht ge,nommcn wird: dann dadurch kommt das geblüt lwch hauffiger zu dem Haupte,und vergrössert die entzündung.
Insonderheit ciilponiren diese Ursachen zu einer entzündung derer hlrn-hautlew, wann Patienten vorhero viel mit dem köpfe haben gearbeitet, wann sieden trunck starck güiedet, wann sie viel zorn und kummer gehabt; wann in hitzi-gen kranckheiten die füsse bloß gelassen und erkaltet werden, oder wann, wieschon gedacht, ein frepnMger blutM und durchsali unvorsichtiger weise ge-stopfet werden.
Es entstehet aber auch eine entzündung bißwellen ausser den siebern, von ei-nem äusserlichen fall, wodurch das gehirn erschüttert/ und das geblützur cx-travalärionund auszutretten genothiget wird.
In der cur muß man zuvörderst dahin sehen, damit das i» denen hlrn-häutgen entzündete und stillstehende geblüth zertheile^ und gleich am ersten tagdurch eine aderlaß von Haupt abgeleitet werde, damit aufsolche weise dasge-Hirn lufft bekommt, und pfleget öffters die sorgfältige nalur selbsten durch einungezwungenes nasen>>bluten diesen gefährlichen zustand aufeinmahlzu heben,oder wann solches nicht von selbsten geschieht, so stosse dem Patienten einenstrohhalm in die nasen, und mach ihn also bluten, berna^beflelsse, dich sonder-lich zerchnlend kühlend-und anfeuchtende dinge zu gebrauchen : Hieher gehöretnun genügsames trincken, worunter etwas salpeter, oder nach dem exempeldes berühmten5^clendgM8einige tropffen von vitriol-ü)ü,icuz, clM mmelali.
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