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Freywillig-Auffgesprungener Granat-Apffel, Deß Christlichen Samaritans, Oder: Auß Christlicher Lieb deß Nächsten eröffnete Gehaimbnuß, Vieler vortrefflichen, sonders-bewährten Mitteln, und Wunder-heylsamen Artzneyen, wider unterschiedliche Zuständ und Ubel deß menschlichen Leibs und Lebens : Welche mit sonderbarem Fleiß, und auff das Heyl deß Nächsten allzeit nachdencklicher Sorg, auß vieler Artzney-Erfahrner, und berühmter Leib-Arzten, oder Medicin-Dotorn lang-gepflogener Erfahrenheit
Entstehung
Seite
361
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Aryne^-Vuch.

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diesen Blut nachmahls in das Hertz durch die Gang der Adern / so vomHertzm in die Leber absteigen/ in die mittere Höhlen deß Hertzens einzie-het/daraufferst noch ein höheres GeistmaMes Lebenhafftes Blut ge-bohren wird/ darumben auch der Magen / die Leber und das Hertz jaeines von dem andern empfahet/ und wiederumb geba'hrt/ darnach jedesdem andern seine Geburt mittheilet/ darumb sie alle gebährende Gliedergenennet werden/die 5ubttanx der Leber ist an ihr selbst ein grobes Mut/roth/ hart/grob und fleischig/mit vielen Adern und Orthen zusammengefast, welche unter denen kleinen Rippen herab verborgen ligt / und hatden Magen in sich eingefast/ und mit ihren Flügeln von der rechten Sep-ien herab bedeckt/ von hinterwärts aber mit demselben/ so von dem Her-tzen herab gehen / verfangen / auch den Rucken / den Magen / Hertz undLungen herab biß an die Nieren / Blasen und ^eNiculo« sein Anhang /und Zufügunghat / es werden dann auch von der Leber außgetheilt/ alleBlut-Adern/ in das Hertz/ in die Ader Venadiava genannt / darvonnächst hernach Meldung geschieht/ das natürliche Speisen theilt sich außi« dem gantzen Leib/das unnatürliche schiebt sich beyseits/ in seine geord-nete Gefäß/ als die unnatürliche Feuchtigkeit dem ^aiexi N.ubro , dasist der Schaum deß Geblüts/ in die Gallen / das grob ist / aber die Hes-sen deß Geblüts/ welches die Melancholey / und voller» ni^r» ist/indasMiltz/ das edleste Geblüt in das Hertz und andern Gliedern/ dasrkle^ma in das Haupt/ die übrige Feuchtigkeit die lüo^era rubra vonder Gallen/ in dieNieren und Blasen/die Kranckheiten der Leber/undmancher Orthen etliche auß Ortßen eignen / etliche auß zufallenden Er-wegnussen der hinfallenden Kranckheiten der Leber seynd / als durchUberfiüssigkeitdeß Trinckens / grosse Erhitzung / schärfte Speiß undTranck/auch vor grosser Ubung/Hitz/ schwären Arbeit / Tantzen Sprin-gen/FaUen/Schlagm/auch kalten gähen Trincken/in hitzigen Übungenund Fiebern auch dergleichen/aber die eigene Kranckheit der Leber seynd/als Uberschattung deß Bluts/ überflüssige Feuchtigkeiten/ welche außSchwachheit der verlohrnen Dauung der Leber entspringt / daraußdann schwäre Kranckheiten/ Geschwär/ Apostem/Fäulung/ Wasser-sucht und anders erfolgt.

N° 2. Salben vor die harte Leber.

Imb weiß Rosen>blau Veigl-und weiß Lilien-Oel/jedes 3. Löf-fel voll/weiß Wachs l.Loth/ Rosen-Estig 4. Löffel voll/ein we-nig rothen Sandl und Gaffer/ zerlaß durcheinander/ und schnüredas Orth der Leber.

3j "°3.