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Freywillig-Auffgesprungener Granat-Apffel, Deß Christlichen Samaritans, Oder: Auß Christlicher Lieb deß Nächsten eröffnete Gehaimbnuß, Vieler vortrefflichen, sonders-bewährten Mitteln, und Wunder-heylsamen Artzneyen, wider unterschiedliche Zuständ und Ubel deß menschlichen Leibs und Lebens : Welche mit sonderbarem Fleiß, und auff das Heyl deß Nächsten allzeit nachdencklicher Sorg, auß vieler Artzney-Erfahrner, und berühmter Leib-Arzten, oder Medicin-Dotorn lang-gepflogener Erfahrenheit
Entstehung
Seite
223
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Arytte's-Vllch.

22;

N° 16. Ein Salbl wann ein Frau starck fiiest.

MZ^An nimbtHirschen-Inschlicht/ Mastix-Oel / Rosen - Oel / jedeSV8zV gleich viel/ damit den Bauch und Nabel geschmiert.

N° 17. Pflaster über dieReyhe und Lenden zu legen.

^Imb i.Pfund Gips/ und Arabischen Gummi/ wie man ihn zu derDinten braucht/, Q.Iuintl gepu!vert/das Weisse von vier Ayrn/misch wohl untereinander/ streichs auffein Baumwoll wie einPflaster/und wie oben gemeldet/ solches übergelegt.

N° 18. Ein gutes bewahrtes Bad einer Frauen/ so ihr

Zeit gar zu viel nacheinander hat.

Mstlich nimbt man auß z.Ameiß - Haussen;. starcke Hand vollAmelsien/mit sambt der Bruth/Felber^Laub^Hand vvll/Wol-gemuth/Frauen? Blätter/Fahrnkraut / jedes -.Hand voll/Adermenig/ Katzenschweiff/Käßpappe/n/Braunmlwtzen/Bachmün-tzen/ Mutterkraut/ oder Katzenmuntzen;. Hand voll/Chamillen/Melis-sen 4- Hand voll / Cronaveth-Wipffel sambt den Boren 5. Hand voll /diese Kräuter alle groblecht zerschnitten / in ein Säckl gefüllt / daß umbden Leib herumb gehe/ vorn tan mans mit Bändlein zusammen binden /der muß anderthalb Spannen breit seyn/dann ein vierecket Sckckel/.dar-auffsoll düFrauim Voden sttzen/das Säckl muß auch mit den Kräu-tern gefüllt seyn/ diese 2.Eäckl thut man in einen Kessel mit Wasser garwohl sieden/ darnach außgeMpfft in ein Schaff/ darinnen die Frau ba-det/weil dises kühlet/derweilen sied den andern Kessel/darnach thut mandie Sack sambt dem Wasser in das Schafflaß es recht kühl werden/daßman es erleyden mag/dann man darffes mit keinem andern Wasser ab-kühlen/als mit dem/ wie es von Kräuttrn kommen und gesotten ist/manmuß sehen/daß manim Anfang genug siedet/daß hernach kein Wafferdarzu kombt / das Vaad muß über den Magen gehen / und alle Tag 2.Stund im Vaad sitzen/Vormittag und Nachmittag 1. Stund/ diesesBaad soll eine Frau 9. Tag nacheinander brauchen/ein Vaad z.Tag/istnoch gut / alsdann nimb wieder frische/und siede es/ wie vorgeschrieben/wann die Frau auß dem Baad gehet / soll sie das Crcutz und Bauch miteiner guten Mutter-Salben warm schmieren / und prwparirtes Hirsch-horn in einem Täfthlkraut-Wasser einnehmen / und sich gar wohl mitgantzen Saffran von unten auffberauchen.

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