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Freywillig-Auffgesprungener Granat-Apffel, Deß Christlichen Samaritans, Oder: Auß Christlicher Lieb deß Nächsten eröffnete Gehaimbnuß, Vieler vortrefflichen, sonders-bewährten Mitteln, und Wunder-heylsamen Artzneyen, wider unterschiedliche Zuständ und Ubel deß menschlichen Leibs und Lebens : Welche mit sonderbarem Fleiß, und auff das Heyl deß Nächsten allzeit nachdencklicher Sorg, auß vieler Artzney-Erfahrner, und berühmter Leib-Arzten, oder Medicin-Dotorn lang-gepflogener Erfahrenheit
Entstehung
Seite
196
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Aryney^ Buch.

17. Noch ein anders.

Iier / so vom Zapften abtropfte/ soll man nehmen/ darein i. Handvoll Kimmel werffen/laß wohl verdeckter einsieden / bähe / undwasche alle Abend die Fuß darinnen.

N° 18. Ein gute Sultz/ wann der Lathan auffder

Brust vorbey ist.Au nimbt ein halben Capaun/ zerklopffdenselben/und zerschlagihn klein /za.Krebsen schweifte!/ ein halbe Kälberne Lungen/kleinzerschnitten/ ein halbes Rebhüul auch klein zerklopfft / und in einzinnerne Flaschen gethan/ darzu nimb wallische Veigl-Wurßen klein zer-schnitten/Allantwurtzel/ Schwartzwurtzel / jedes ein Loth / Körbelkrauti.Hand voll/Muscatblühe i.^mntl/Saffran 2Q.Gran/gieß darauff8.Loth Röhrlsafft / oder den dritten Theil von einem Seit!/ welcher woh^gclckutert seyn muß/ alles zusammen in ein Flaschen wohl vermacht/ und8. Stund zu einer Sultz sieden lassen/ hernach außgedructt/ und an ei>nem kühlen Orth behalten/ und darvon gebraucht.

N° 19. Sultz von Kapaun zur Brust- und Lungen-Sucht/ die auch zu dem Cathan nutzlich ist.In Capaun sauber geputzt/ sambt Fleisch und Beinern / auch einhalbe Kalbs-Lungen / dieses klein zerhackt / z6. Krebsen in einemMörser gestossen/Schnecken ohne Ha'usel l6. welche s.Loth wa'gefvllen/ Körbelkraut/Allantwurtzen/Schwartzwurtzen/jedes 4. Loth / al,les klein zerhackt/untereinander gemischt/ und in ein zinnerne Flaschengethan/ gieß darauffein halb Seitl guten Wein/ Saltz / so viel genug ist/und ein wenig Muscatblühe/ vermach die Flaschen wohl/ laß in einemHasen/der im Wasser stehet/6. Stund wohl sieden/ darnach durch einTuch starck äüßgeprest/und gebraucht.

^ 2o. Körbelkraut-Sultz.

^I^On dem Ka'lbcrnen Pckuschl nimb die Lungel / und das Hertz/^Wl trückne dasselbe mit einem Tüchl fein ab / drucke das Blut außdem Hertzen / di.' Faisten sambt dem Oehrl und Geader hinweggethan / darnach zu kleinen Brocken geschnitten / nimb darzu > 2.Schne-cken/schneid selbe in der Mitten voneinander/ putz sie sauber/mifth un-ter die Lungen und Hertz: Ferner nimb die Boragiblühe/ Körbelkraut /jedes ein Hand voll/ zupffs sauber von den Sta'ngeln/ wasche sie/ undlasse das Wasser wohl abrinnen/hernach nimb ein Flaschen/ leg erstlichauffden Boden ein LagKsrblkraut/ und Boragiblühe/auch 3. gantze

Blühe