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Freywillig-Auffgesprungener Granat-Apffel, Deß Christlichen Samaritans, Oder: Auß Christlicher Lieb deß Nächsten eröffnete Gehaimbnuß, Vieler vortrefflichen, sonders-bewährten Mitteln, und Wunder-heylsamen Artzneyen, wider unterschiedliche Zuständ und Ubel deß menschlichen Leibs und Lebens : Welche mit sonderbarem Fleiß, und auff das Heyl deß Nächsten allzeit nachdencklicher Sorg, auß vieler Artzney-Erfahrner, und berühmter Leib-Arzten, oder Medicin-Dotorn lang-gepflogener Erfahrenheit
Entstehung
Seite
83
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Aryne^Buch.

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2O.

Ein gute Rosen - Salben für den Sand

und Hiß.M Herbst / wann man die Schwein! absticht/ so nimb von einemBarn das Schmeer/ laß es kühl auß / behalt es sauber auch biß inSommer/wann die Rosen blühen/wer es aber frisch haben kan/ istes desto besser/ nimb Leibfarbe Rostn/ hacke sie / thue es in das zergange-ne Schmeer/ bind es zu/ und setz es in Keller/ den andern Tag zu Abendssetz es auff ein Glütl / laß gemach sieden / druck es durch ein Tüchl auß /thuewiederumb gehackte Rosen darein/dises thue 3. Tag nacheinander/wie oben gemeldt/darnach thue es in ein zinnerne Flaschen/wann es auß-gedruckt ist/nimb l. Seit! Rosen-Wasser darein/und 4. Loth Terpentin/der mit Rosen-Wasser außgewaschen/ 2. Loth Weyhrauch/ der gar kleingcsähet ist/ setz die Flaschen in ein Kessel voll siedendes Wasser/laß sieden/biß das Rosen-Wasser eingesotten ist/ der Kessel muß allezeit mit sieden-den Wasser angefüllt werden / damit es nicht auß dem Sud kombt/ gießes in ein Rein/rührs/biß gestehet/setz es alsdann in ein Keller/rührs alleTag ein Stund/wann man es rührt/ so gehet ein rothes Wasser herauß/dasselbige gießalles weg / und gieß wiederumb ein frisches Rosen - Was-ser daran/ das thue so lang/ blß die Salben weiß wird / und weil man esrührt / soll man es allweg im Keller stehen lassen in einem Geschir: / esbleibt etliche Jahr gut; Wer den Sand oder Grieß hat/ der soll sich alleNacht darmit schmieren lassen / sie ist auch gut / wann einem der Ruckenwehe thut/ auch wann ein Mensch/oder Kind grosse Hitz hat/soll man einrothen Sand stossen/und durchsahen/und in die Salben rühren/ und ne-ben dem Ruckgrad/ Nieren und Leber darmit schmieren.

N° 21. Ein gute Ruhr-Salben zu machen.'

Östlich nimb Braun - Müntzen / Wermuth / breit Wegrich - Saa-wen/ Himmelbrand/ Ruhr-Kraut, Tckschel-Kraut/ Tormentill-Wurtzen/ nimb i. Seitl Baum-Oel/bach;. Ayr wohl braun dar-auß/ druck es auß/ und nimb die obbemeldten Krckuter gehackter darein/laß sieden/ biß der Saffr von Kräutern wohl außgesottcn/ balg es durchein Tuch / und gieß ein halbes Seitel rothen Wein darein / laß es wiede-rumb so lang sieden / blß der Wein eingesotten / dann nimb Hirschen-Inschlicht/ gelbesWax/ so vil genug/ zerlaß miteinander/ und z.zer-stossene Muscatnuß darunter gemischt; der die Ruhr hat/ der soll denBauch wohl warm darmit schmieren / es hilfft bald.

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51° 22.