Druckschrift 
Freywillig-Auffgesprungener Granat-Apffel, Deß Christlichen Samaritans, Oder: Auß Christlicher Lieb deß Nächsten eröffnete Gehaimbnuß, Vieler vortrefflichen, sonders-bewährten Mitteln, und Wunder-heylsamen Artzneyen, wider unterschiedliche Zuständ und Ubel deß menschlichen Leibs und Lebens : Welche mit sonderbarem Fleiß, und auff das Heyl deß Nächsten allzeit nachdencklicher Sorg, auß vieler Artzney-Erfahrner, und berühmter Leib-Arzten, oder Medicin-Dotorn lang-gepflogener Erfahrenheit
Entstehung
Seite
81
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

Arynep-Buch.

8l

büsch/Käßpappel/guten Heinrich/ den man sonst Schaaf-Kraut nennet/Nachtschatten/ jedes 4. Hand voll/ dise obgeschribene Kräuter nach Ge-legenheit der Zeit / wann man sie bekommen kan / fein frisch genommen/vom Stingel abgestreifft/ klein zerhackt / und zu denen eingepaitzten Al-ber-Proß gemengt / etliche Tag stehen lassen in einem kühlen Orth / her-nach muß man die in dem Schmeer eingestoßene Kra'uter in ein Pfannenthun / ein guten Wein darzu giessen / und über einem Kohlseuer so langkochen / biß alle Feuchtigkeit versotten / welches an der Prob also zu er-kennen : nimb ein wenig / laß in das Feuer tropffen / wann es spritzt/ soist es noch nicht genug / preß auß / und in einer Büchsen auffgehebt. Istein sonderbare Heylung vor Menschen und Vieh / solcher Gestalten ge-braucht : Ein Tüchl 2. Tag in einer diser Salben gewaicht/und im Zim-mer getrücknet/wann es dann gar ein böser Schaden ist/ FäserlvomTüchel darein gelegt / ist der Schaden gar zu grob und wässerig / so ma-che ein Pulver von Natter-Wurtzen / goldene Gunßl / gespitzten Weeg-rich/ und säe es auff die Faserl/ so im Schaden ligen/ auch ausser denSchaden / es ist auch vor verrenckte Glider.

N"i7- Purgier-Salben.

j An nimbt Holler - Pötzl / wann sie außschlagen / die mittere Rimden von einer Holler-Stauden/ Attich - Kraut / Erdbör - Kraut/Käßpappel/Tag < und Nacht-Kraut/und Blumen/Beysuß/blaue Veigel / blaue Lilien- Wurtzen 8. Loth/ besagte Kra'uter aber je-des ein Hand voll/ alles zusammen klein zerhackt/ zerflossen/ und in But-ter zu einer Salben gesotten/die Kräuter kan Man nicht alle auff ein-mahl haben / so muß man es / wie sie nacheinander kommen / nehmen /und im Butter einpaitzen / wanns beysammen seyn / so macht mans fer-tig: von difer Salben den Bauch geschmiert/ und auch in einer Nuß-Schalen auff den Nabel gelegt.

N° 18- Wie man die rothe Salben zum Einnehmen/

und Schmieren machen soll.,'Ise Salben ist zum besten im May zu machen / nimb Butter unge-" sehr so vil man Salben machen will / Creutz- Butter wäre der be-ste/zerlaß den / und seyhe ihn durch ein Tuch / thue dann dareinnachfolgende Stuck/ Abrutten/ Gundelreben / Schaafgarben / ErdbSr-Kraut und Wurtzen/Natterwurtzen und Kraut Ksrbelkraut/Genßrich,Kraut und Wurtzen/Sanickl-Kraut und Wurtzen/Weiß-Wurtzen/Be-nedict-Wurtzen/allerWeltHeyl/man heist es auchAdermenig/diseKräuter und Wurtzen wasche sauber/ zerhack alles klein/ sied es im But-

L ter