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Freywillig-Auffgesprungener Granat-Apffel, Deß Christlichen Samaritans, Oder: Auß Christlicher Lieb deß Nächsten eröffnete Gehaimbnuß, Vieler vortrefflichen, sonders-bewährten Mitteln, und Wunder-heylsamen Artzneyen, wider unterschiedliche Zuständ und Ubel deß menschlichen Leibs und Lebens : Welche mit sonderbarem Fleiß, und auff das Heyl deß Nächsten allzeit nachdencklicher Sorg, auß vieler Artzney-Erfahrner, und berühmter Leib-Arzten, oder Medicin-Dotorn lang-gepflogener Erfahrenheit
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Arynev-Vuch.

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werde / verwahr es demnach in einem Glaß. Gebrauch diftr Salben:Erstens dienet sie für alle Haupt- und Augen - Wehe / die Stirn undSchlaff darmit bestrichen / sie ist auch gut für die Kröpffim Halß / einwenig warm eingenommen; wann in der äussersten Noth der Kranckenicht mehr reden/ noch schlingen könte/ i.oder 2. mahl eingenommen/ l»ist das Geschwär gebrochen / sie ist auch gut für die Huesten / nur einge,nommen / es heylet auch frische Wunden/ braun und blaue Fleck derSchlag / dienet zu der Leber und Miltz / es seye von Hitz in Fiebern/ dasHaupt/ Brust und äusserste Glider darmit geschmiert: ingleichen dienetsie vor Wehetagen der Mutter und Darm - Bergicht / eingenommen;Item / für Wehetagen der Gelencken / darmit geschmiert/ wann es abervon einer Kälte kombt/ soll man hitzige Oel darunter mischen/ vor We-hklagen der Zahn / den Backen warm darmit geschmiert / auch sonstenin allerhand Geschwulsten sehr gut zu gebrauchen.

K° 2. ^.KKxa:.Salben zu machen.

lImb Eybüsch-Wurßen 2. Pfund / Lein-Saamen / rconum-Or^.

D cum-Saamen/ jedes ».Pfund/ zerstoß die Saamen / die Wurtzenaber zerschnitten / thue es in einen Hasen / gieß 3. Maß Wasserdarüber/ laß,. Tag und Nacht stehen / alsdann außgedruckt/ nimb denSchleim 2. oder 3. Pfund/ 3. Pfund Baum-Oel/ koche es zusammen bißgeMg/ vermisch darunter Inschlicht 3. Pfund/Terpentin 4. Loth/ Tan-nen- oder Zeichten- Hartz 12. Loth/alles zusammen / sambt 1. oder 2.Loth curcuma-Wurtzen / laß 2. oder 3. TM auffthun / durchgesyhen /also ist sie fertig. Dise Salben dienet zu allen Schmertzen/ so von Ver,renckung und Uberhebung / wie auch den schmerßhafften harten Ge-schwulsten und Beülen / so von Kälten entsprungen / thut solche erwei-chen/ erwärmen und zeitigen; ingleichen ist sie auch sehr gut vor Schmer-tzen der Brust / so von der Kalte verursacht werden / erweichet auch dieerstatten Nerven/ heylet auch alle/ so zerschlagen und zerflossen seyn/ in-gleichen heylet sie auch allerley Wunden.

5l° 3. Die Aichene Mistl-Salben zu machen.

M Mertzen ist zum besten / laß man die Aichene Mistl brechen / vonsolchen frischer das schwache Häutl abgeschöllt / und die mittereRinden in Butter gepaitzt/biß man die wieder haben kan/ hernachnimb gelbe Piessen/ blau Veigl-Kraut/Gundl-RebeniNacht-Schatten/Käßpappel/ sauber vom Stingel abgestreifft/ gewaschen und getrücknet/eines so vii als deß andern/als der Aichen-Miftl sevnd/ der Butter muß

nach