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Freywillig-Auffgesprungener Granat-Apffel, Deß Christlichen Samaritans, Oder: Auß Christlicher Lieb deß Nächsten eröffnete Gehaimbnuß, Vieler vortrefflichen, sonders-bewährten Mitteln, und Wunder-heylsamen Artzneyen, wider unterschiedliche Zuständ und Ubel deß menschlichen Leibs und Lebens : Welche mit sonderbarem Fleiß, und auff das Heyl deß Nächsten allzeit nachdencklicher Sorg, auß vieler Artzney-Erfahrner, und berühmter Leib-Arzten, oder Medicin-Dotorn lang-gepflogener Erfahrenheit
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56 _____________Aeyne ^Buch. ____________

Zeit der Pestilentz / einer alten Persohn einer guten Haselnuß groß/ denJungen etwas weniger.

51° 6. Eine Latwergen in Pest-Zeiten.

^Imb H.Hand voll Wa'lsch« Nuß-Kern/ Cronabeth-BSr eine gu->te Hand voll / Weinkrckutl auch so vil/ hernach nimb eine grosse' Schnitten rockes Brod / ba'he es / und siede es in scharffen Essig /stoß alles wohl durcheinander / daß werde wie ein Latwerg / und behaltes in einem saubern Geschin; davon nimb Morgens einer Nuß groß.

51° 7. Pest-Latwergen.

Imb Cronabeth-Bör-Salßen 1. Pfund / Weinkrckutl 2. Hand-voll / Angelica - Meister- Entzian- Pimpernell- Tormentil - Wur-tzen / jedes ein Loth / Knoblauch / Wälsche Nuß - Kern / jedes 3.Quintl / Feigen anderthalb Loth / Lorbeer / lebendigen Schwebe!/ jedeszlQuintl/ rothe Mprihen/ Gaffer/ jedes ein und ein halbes Huintl /gefälltes Hirschhorn ein Loth / alles klein zerschnitten/ und zu gar subti-len Pulver gestossen/darnach mit ge/ckuterten Honig und Holler-Essig/wieder zu rechter Dicke eingesotten / die Pulver / weil es noch warm ist /darein wohl vermischt; man gibt ein Messerspitz voll / von 1. blß in 2.

Kuintl zur prlelervarion ein.

n° 8. Eine gute Pest-Latwerg/ welche Anno 1 679.

vil Menschen erhalten.Rstlich nimb frische Nautten/Wermuth/jedes i.Hand voll/Wä-sche Nuß-Kern von i c>. Nüssen/ Allant- runde Holl-Wurtz/ jedesanderthalb Loth/weissen Diptam/Cardobenedict/jedes i. Loth/schwache Nießwurtz/ Pimpernell / jedes ein halb Loth/ Saltz i. Iuintl/stoß alles zu subtilen Pulver / nimb dann 2. Pfund Hsnig / mach alleszu einer Latwergen / darvon brauch 2. mahl m der Wochen / allzeit ein^uintl auffeinmahl in guten Wein eingeben / darauffnmß man vierdt-halb Stund schwitzen/ dann soll man den Krancken wieder erquicken mitsaurer Speiß / die leicht zu verdauen ist / sein Tranck soll seyn Cardobe-nedict-Wasser mit Citroni-Safft vermischt / dises sta'rckt den Krancken/und widerstehet dem Gisst / so aber 24. Stund umb seyn / soll ihme dieLatwergen wiederumb gegeben werden / und wiederumb z. Stund ge-schwitzt / es muß der Mensch neunmahl nacheinander schwitzen / dannsonst steckt sich dieKranckheit wieder/ bey disem Krancken aber sollstätsFeuer gebrennt werden/ aber mit Wacholder, Holtz/ diß reiniget denxufft / sonderlich bey dem Krancken.

N°9.